Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Throne Of Katarsis: An Eternal Dark Horizon

Alle Achtung!
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 55:27
Release: 05.03.2007
Label: Candlelight Records

Alle Achtung; mit der mir hier vorliegenden Scheibe “An Eternal Dark Horizon” der norwegischen Black Metaller Throne Of Katharsis habe ich deren Debüt-Album im Player. Der Black Metal, den Throne Of Katharsis spielen, zeichnet sich dadurch aus, dass es der richtige, true Old Black Metal ist. Will heissen, es gibt in den Songs keinerlei Keyboards oder jegliche Schnörkel oder weichspülende Klänge – nur der Black Metal aus den Anfangszeiten. Und wie könnte dies eine Band besser in Szene setzen als solch eine, deren heimatliche Wurzeln in Norwegen liegen.

Zu Beginn von „Funeral Moonlight“ scheinen sich die Pforten der Hölle zu öffnen, bis nach Grimnisses Schrei das Inferno vollends über den Hörer hereinbricht. Sieben Minuten dauert die Höllenfahrt, bis ein recht gefühl- und stimmungsvolles Zwischenstück mit Akustikgitarren einsetzt. Hier zeigt sich sehr schön, dass man auch Stimmung erzeugen kann, ohne in Keyboardgewabere zu verfallen. Der Moment, als dann alle Instrumente wieder in das Akustik-Theme mit einstimmen, ist echt klasse! Meine tiefe Verbeugung für diesen hammerstarken Einstieg in dieses Debütalbum!

„Under Guds Hud“ erweckt den Eindruck, dass man aus diesem Höllenpfuhl niemals wieder den Weg ins Freie zurückfinden wird. Sehr eindrucksvoll bauen Grimnisse und Vardalv die bedrohliche Stimmung in diesem Song auf. Zusätzlich zum Gekeife gibt es hier auch tiefer vorgetragene Vocals zu hören, die geschickt in den düsteren Sound mit eingearbeitet werden. Dieser Song ist ein Beispiel dafür, dass Throne Of Kartharsis noch am dem Spannungsaufbau ihrer Songs arbeiten sollten. Ab ca. 7:30 faded der Song aus, nur um dann wieder eingeblendet zu werden. Hier wäre eventuell weniger mehr gewesen, aber dazu komme ich später noch mal. Trotz dieses Kritikpunktes ein weiteres gutes Stück der Norweger!

Tja, wir hatten zwar dieses Jahr keinen Winter, aber für das richtige Winterfeeling sorgen die Norweger mit „Symbols Of Winter“, denn gleich zu Beginn gibt es erstmal ein paar intonierte Sturmböen um die Lauscher. Diese intonierten Eindrücke zusammen mit den frostigen Gitarren und den Vocals lassen dann die gefühlte Temperatur vor den Boxen weit in die Minusgrade fallen. Sehr schöne gedoppelte Gitarrenläufe, die Stimme von Grimnisse scheint wie dafür geschaffen, dem Hörer auch das letzte Tröpfchen Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Auch hier wird im Mittelteil wieder tiefer gesungen. Zum Schluss erklingen wieder ein paar ruhige Akustikgitarrenklänge mit Sturmgeräuschen im Hintergrund.

„Nattaander“ ist ein Song, der über einen besseren Songaufbau verfügt als beispielweise „Under Guds Hut“. Insgesamt kommt dieses Stück nämlich wesentlich lebendiger rüber und bietet nicht zuletzt wegen der vergleichsweise melodischen Einschübe der E-Gitarre (wenn ich das denn dann überhaupt so nennen darf) willkommene Abwechslung. Auch hier wird die Geschwindigkeit passend variiert. Ihren Einfallsreichtum und ihr Können zeigen die Jungs spätestens mit diesem Stück. Wenn dann noch etwas mehr gefeilt wird, werden die noch ganz gross.

Das letzte sowie das Titelstück „An Eternal Dark Horizon“ startet mit hoher Geschwindigkeit, nur um dann ca. bei 1:43 zunächst extrem langsam zu werden. Die Geschwindigkeit wechselt, doch der Grundtenor bleibt: „Du wirst niemals mehr das Tageslicht sehen“ – das ist es, was mir unweigerlich in den Sinn kam, während ich diesem Song erlag. Klasse zu hören, wie es dann die Norweger wieder schaffen, mit kurzen Akustikklängen den Bogen zu spannen zu einem neuen Abschnitt mit Fullspeed und garantierter Raserei. Hier präsentieren die Jungs noch einmal – quasi resümierend – all ihr Können, das sowohl in den langsameren, als auch in den geknüppelt schnellen Passagen absolut nicht von der Hand zu weisen ist. Starker Abschluss eines insgesamt starken Debütalbums!

Woran die Jungs noch arbeiten könnten, wäre es, den Spannungsaufbau der Songs teilweise etwas zu modifizieren, denn die Songs wirken teils ein wenig künstlich in die Länge gezogen. Will heissen, dass diese Songs (kein einziger ist kürzer als neun Minuten) sicherlich auch dann noch ihre Wirkung entfalten würden, wenn sie einen Zacken abgekürzt würden. Aber auch das ist kein wirklicher Grund, der die Leistung der Band schmälert.

Fazit: DAS hier ist richtig guter Old School Black Metal! Und wer mich fragt, wie der klingt, dem werde ich Throne Of Katharsis in den CD-Player packen. Alle anderen Black Metalfans weise ich unbedingt an, sich diese Scheibe zu kaufen!

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna