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Thronar: Unleash The Fire

Austauschbar
Wertung: 5.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 43:58
Release: 25.07.2008
Label: Soulfood Music Distribution GmbH

Bei Thronar handelt es sich um eine fünf Mann und ein Frau starke Band aus den Niederlanden. „Unleash The Fire“ ist nach dem 2005 veröffentlichten „For Death And Glory“ nun die zweite Veröffentlichung der Band, die sich, wie an Songtiteln und Erscheinungsbild unschwer zu erkennen, den Viking oder Pagan Metal auf die Fahnen geschrieben hat.

Wie schon öfters erwähnt, ist die Auswahl aus diesem Genre ja nicht gerade gering. Um es vorweg zu nehmen: Thronar machen nichts wirklich Neues, was aber nicht zwingend notwendig ist. Das Intro „Prelude To War“ erinnert mit seinem dramatischen Sprechern und Chören stark an Bal Sagoth, was auch für die Keyboards gilt, die aber glücklicherweise längst nicht so billig klingen wie beispielsweise bei den Genrekollegen von Nomans Land. „Shield To Shield“ als erster „richtiger“ Song bietet danach aber nur vielfach gehörte Stangenware. Schön zu hören ist allerdings, dass man den Gitarren viel Freiraum gönnt, was durch die gute, wenn auch nicht überragende Produktion noch verstärkt wird.

„To Ride, Kill And Harvest“ ist dem Titel angemessen schneller ausgefallen und könnte vor allem live gut funktionieren. Die wahre Stärke an dieser Nummer ist aber der melodische Zwischenteil. Dennoch muss gesagt werden, dass man sich auch an dieses Lied nicht lange erinnern wird.

Für „King Of The Eburones“ standen wieder Bal Sagoth Pate, was der Musik sehr gut tut, denn hier bleiben die etwas vom Schema F abweichenden Songstrukturen sofort haften. Lediglich die sauberen Gesänge klingen sehr gezwungen und liegen qualitativ weit unter Ensiferum und Konsorten.

Das obligatorische Pagan Metal-Tanzlied gibt es natürlich auch auf „Unleash The Fire“ und nennt sich „The Old Condamned Immortal“. Hier werden die gesanglichen Defizite besonders deutlich. Dadurch wirkt die gezwungene Fröhlichkeit recht lächerlich. Dass sie auch anders können, beweisen Thronar beim selbst betitelten Lied „Thronar“, was vor allem durch seine leicht progressive Art zu gefallen weiß. Mit einem toll gespielten Piano rechnet man nach den vorherigen Songs gar nicht mehr. Aber auch hier krankt das Ganze wieder am Gesang.

Fazit: Der raue Gesang zu austauschbar, der klare Gesang einfach nicht gut, die Songs zu vorhersehbar – es gibt keinen triftigen Grund, sich „Unleash The Fire“ in den Plattenschrank zu stellen. Immerhin ist die Platte nicht grauenvoll, sondern „nur“ biederes Mittelmaß, was niemand so wirklich braucht.

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