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Threshold: The Ravages Of Time - The Best Of Threshold

Best Of der Prog-Metal-Götter
Wertung: 99/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 141:16
Release: 16.10.2007
Label: InsideOut Music GmbH

Best-Of-Alben erfüllen schlicht und einfach den Zweck, einen repräsentativen Überblick über das Schaffen einer Band xy zu geben und dabei die nennenswerten Songs und Highlights der bisherigen Karriere herauszufiltern. So schaut es zumindest in der Theorie aus. Dennoch wollen sich diverse Querdenker mit dieser Tatsache nicht zufrieden geben und fordern für derartige Veröffentlichungen Bonusmaterial und dergleichen als Kaufanreiz – nur um später wieder zu kritisieren, dass die Extras ja eh nicht mit dem ‚richtigen’ Material der Truppe mithalten können und ergo überflüssig sind. Seltsame Heavy-Metal-Welt…

Derartige Erwartungen darf man an „The Ravages Of Time“ daher auch gar nicht stellen, schließlich arbeitet das britische Prog-Metal-Monument auf diesem schmucken Doppeldecker ausschließlich das wertigste Material aus anderthalb Dekaden Bandexistenz auf und formt daraus eine Best-Of-Zusammenstellung, die ihre Aufgabe kaum besser erfüllen könnte. Die Ursache für diesen Release scheint offensichtlich; Threshold wechselten nach etlichen Jahren bei Inside Out zum Metal-Major Nuclear Blast und schoben so quasi zum Abschied noch eine derartige Compilation nach. Bemerkenswert ist in dieser Hinsicht jedoch, dass auch das NB-Debüt „Dead Reckoning“ für diese Retrospektive berücksichtigt werden konnte, woraus wiederum zu erkennen ist, dass „The Ravages Of Time“ alles andere als ein lieblos zusammen gebasteltes Werk ist.

Derweil hat die Band meinen persönlichen Geschmack sehr gut getroffen und in der Tat die wahren Höhepunkte seit dem Debüt „Wounded Land“ (1993) ausgewählt. Unterteilt in Anfangsphase und jüngste Vergangenheit offenbart sich diese Doppel-CD als echte Schatztruhe , in der unter anderem Monumental-Tracks wie das epische „Mission Profile“, melodische Prog-Hammer wie „Light And Space“ und „Phenomenon“ sowie auch härterer Stoff mit „Oceanbound“ die erfolgreiche Zeit der letzten fünf Alben abdecken. Auf der zweiten CD, der historischen Fundgrube, holt man schließlich Gassenhauer wie den Debüt-Smasjer „Consume To Live“ und das fabulöse „Innocent“ vom Meilenstein „Psychedelicatessen“ hervor, die sich mit unterschätzten Perlen wie „The Whispering“ und „Sanity’s End“ den letztendlich immer noch viel zu knappen Raum teilen. Irgendwie hat man nämlich doch den Eindruck, als würden aus manchen Phasen noch elementare Stücke fehlen, wobei gerade Geheimtipps wie „Clone“ und eben „Psychedelicatessen“ ein wenig knapp eingeflochten wurden. Aber das liegt bei einer Band, die bereits acht Studioveröffentlichungen auf dem Buckel hat, natürlich in der Natur der Sache.

Im Endeffekt zählt lediglich, dass Threshold ein mehr als nur würdiges Best-Of-Album kompiliert haben und somit alle Kapitel der vorbildlichen Bandgeschichte abdecken. Für Neueinsteiger ist „The Ravages Of Time“ daher auch eine Gelegenheit, die man ohne langes Zögern ergreifen muss. Die größten Momente der besten europäischen Prog-Metal-Band sollte schließlich jeder kennen!

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