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Thrash 'em Down: Demo

Für eine Live-Einspielung ist das Demo sehr ordentlich geworden
Wertung: 6,5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 15:00
Release: 16.11.2014
Label: Eigenproduktion

Ganz frisch ist diese Veröffentlichung nicht mehr, aber trotzdem ist sie eine Erwähnung durchaus wert. Bereits im November vergangenen Jahres haben die Magdeburger Thrash 'em Down ihre erste Demo der Öffentlichkeit preisgegeben. Wahnsinnig umfangreich ist die Scheibe nicht, aber mit Hilfe der vier Songs, die auf der Platte sind, kann man sich schon ein bisschen einen Eindruck verschaffen, was einen bei einem Konzert der Band erwartet.

Wie der Bandname schon verrät, konzentrieren sich die fünf Jungs voll und ganz auf den Thrash Metal. Allerdings beschränkt man sich nicht auf den Bay-Area-Thrash, sondern fasst das Gebiet schon weiter und wagt sich minimal auch schon mal bis in den Neo Thrash vor. Ganz kleine Death-Metal-Einsprengsel kann man auch noch heraushören, wenn man sie hören will.

Die Platte ist, wie schon erwähnt, eine Live-Einspielung. Darunter leidet logischerweise der Sound. Dieser fällt etwas dünn und blechern aus. Auch die Lautstärkeverhältnisse am Schlagzeug passen nicht. Dafür klingt der Bass sehr sauber und auch druckvoll. Diese Kombination ist auch selten. Frontmann Marc hat eine kräftige und druckvolle Stimme, da darf man nicht meckern. Zu ihm passt auch der etwas blecherne Sound, der ihm angemischt wurde.

Alle vier Lieder sind typische Thrash-Kracher, die sich gut in den Gehörgang drücken lassen. Allerdings wirkt alles wie schon einmal irgendwo gehört. Damit soll der Band kein Musikklau unterstellt werden, aber es fehlt eindeutig an eigenem Profil. Thrash 'em Down müssten sich mehr von ihren eigenen Ideen treiben lassen. Auch auf die Gefahr hin, dass sich dann vielleicht die Musikrichtung ein bisschen ändern könnte. Auf jeden Fall sollte die Truppe dafür sorgen, dass es mehr Kanten zum Anpacken gibt. So, wie die Band nun klingt, wird sie sich nicht durchsetzen können. Das wäre schade, denn Potenzial ist ja vorhanden.

Die Checkliste für die Band lautet jetzt: Songs für das erste Album schreiben! Ganz klar, die erste richtig produzierte Scheibe muss raus. Erst danach kann man wirklich ein Urteil abgeben. Dann heißt es nebenher auch möglichst viel Live-Erfahrung sammeln, denn dadurch merkt man als Band am schnellsten, was ankommt und was nicht. Thrashjünger dürfen hier gerne mal ein Ohr riskieren, denn hier kann man den Entstehungs- und Wachstumsprozess einer talentierten Gruppe verfolgen.

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