Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Thou Shell Of Death: Sepulchral Silence

Leider eine Enttäuschung
Wertung: 4/10
Genre: Atmospheric/Ambient Black Metal
Spielzeit: 48:05
Release: 30.03.2014
Label: Talheim Records

Freitagmorgen, halb zehn, die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern – genau die richtige Zeit für ein bisschen Black Metal. Um der Tages- und Jahreszeit gerecht zu werden, dröhnen atmosphärisch dichte Klänge statt rasantem Gekeife aus den Boxen. Im Gegensatz zu traditionellem Black Metal setzen die Esten Thou Shell Of Death hier nicht auf Gitarre und Drums, obwohl beide Instrumente durchaus vorhanden sind; der Großteil des Klangteppichs besteht allerdings aus von Sänger Ingmar zusammengestellten Samples, die bedrohlich vorbeifließen.

Seit mittlerweile sechs Jahren hat sich die Band dem „Cold Atmospheric/Ambient Black Metal“ verschrieben, „Sepulchral Silence“ markiert jetzt das Debüt-Full-Length und wirkt zumindest im ersten Durchgang erstaunlich unaggressiv. „The Night-Wind“, der über zehn Minuten lange Opener, verzwirbelt flirrende, weiche Soundgebilde mit Ingmars dezent im Hintergrund gehaltenen Vocals, die zwar zum Teil geschrien werden, aber eher der Verzweiflung denn der Aggression Raum bieten. Trotz der Überlange kann man den Song gut durchlaufen lassen, das Trio hangelt sich am eiskalten roten Faden entlang und so entwickelt sich ein Track, den man sowohl konzentriert als auch als „Hintergrundbeschallung“ hören kann.

Ganz so befriedigend geht es dann allerdings nicht weiter. Was im Opener noch neu und interessant angemutet hatte, verliert schon beim folgenden „Her Vivien Eyes“ an Reiz, erst „The Wind Of Winter“ fährt ein bisschen mehr die Krallen aus und Ingmar darf sich am aggressiveren Gesang austoben, der allerdings selbst für atmosphärischen Black Metal deutlich zu viel Hall abbekommen hat. In all dem Geschwurbel und Gewirbel kann man nicht mal mit viel Mühe und gutem Willen Textfetzen heraushören – ziemlich schade, zumal die Lyrics der CD auch nicht beiliegen. Ich würde hier nicht mal wetten, welche Sprache gerade gesungen wird.

Ähnlich geht es weiter – mit „Rose Leaves When The Rose Is Dead – Part I“ haben die drei Herren noch einen fast zwölfminütigen Track ans Ende gestellt, bei dem allein die ersten drei Minuten vergehen, bis Sänger Ingmar überhaupt mal zum Zuge kommt. Auch hier ist wieder einer auf dem Hall-Regler eingeschlafen, zumindest gestaltet sich die Gitarren- und Schlagzeugfraktion aber ein bisschen schwungvoller, sodass man nicht das Gefühl hat, völlig bekifft im Nebel herum zu stolpern.

Nur schwer lässt sich hier ein Fazit ziehen. Mittlerweile hat sich die Sonne  vom Morgen hinter diesigen Wolken verkrochen – ein Zeichen? Als Fan der diversen Spielarten von Black Metal fühlt man sich hier ein bisschen vor den Kopf gestoßen, obwohl die Platte mit „The Night-Wind“ ja wirklich gut anläuft. Im Verlauf gibt es aber kaum Abwechslung und ein gewisses Feeling lässt sich leider auch nicht aufbauen. So muss „Sepulchral Silence“ sich mit einer Punktewertung in der unteren Hälfte der Skala begnügen.

comments powered by Disqus

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen