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Those Who Lie Beneath: An Awakening

Einzeln gut, zusammen zu monoton
Wertung: 7/10
Genre: Experimental Deathcore
Spielzeit: 45:00
Release: 23.10.2009
Label: Rise Records

Neben A Different Breed Of Killer und seit kurzem auch The Red Shore ist die wohl brutalste Band, die Rise Records je unter Vertrag genommen hat, Those Who Lie Beneath. Mit einer brutalen Mischug aus typischen Deathcore-Riffs, fetten Breakdowns, ausgiebigen Blasts und vertrackten Gitarrensoli liefert die Formation ein solides Debüt-Album ab.

Die Stärken der Band liegen eindeutig im technischen Bereich, die Gitarren und ganz besonders die Soli werden in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit gespielt und das oftmals mit Blastbeats angereicherte Drumming glänzt ebenfalls durch seine Komplexität. Etwas monoton ist hingegen der Gesang, der zwar solide, brutale und überaus tiefe Shouths liefert, jedoch kaum variiert. An dem Songwriting hätte ebenfalls noch etwas gearbeitet werden können, denn auch wenn die Songs - für sich genommen – recht gut sind, fehlt es an Abwechslung auf der CD. Dafür sind die Songs aufgrund der vielen Gitarrensoli in Kombination mit dem aggressiven Gesang und dem Drumming mit einem großen Wiedererkennungswert ausgestattet.

Direkt zu Beginn des Songs „Out Of Sight, Out Of Mind“ dröhnt ein langer, wuchtiger Breakdown aus den Boxen mit immer tiefer werdenden Vocals, die ein immenses stimmliches Volumen aufweisen. Ein ähnlich nackenschädliches Riffing vermag man bei dem Song „Frozen Feastings“ zu vernehmen – eine Gitarre spielt ansatzweise melodische Riffs, während auf dem anderen Sechssaiter wuchtige Rhythmus-Riffs rausgehämmert werden, die letztendlich in einem rauen Breakdown resultieren.

Eine wirkliche Überraschung auf dem Album bietet erst das Stück „As The Vultures Circle“, welches von Anfang an mehr Groove liefert als die anderen Songs und ebenfalls mit nicht minder starken Breakdowns aufwartet. Die wahre Überraschung jedoch folgt in der zweiten Hälfte des Songs – eine Bridge mit auf akustisch getrimmten E-Gitarrenklängen erklingt, bevor ein melodisches Gitarrensolo gemeinsam mit weiteren, tragenden Riffs die brutalen Shouts untermalt. Alles in allem haben wir hier den Favoriten der CD, denn dieser Song enthält alles – melodische Riffs, brutale Riffs, heftige Breakdowns, ein tolles Solo, brutale Shouts, aggressives, treibendes Drumming. Live dürfte dieses Stück ebenso gut ankommen, wie es auch zu Hause aus den eigenen Boxen dröhnen kann. 

Wo die Band nun gerade schon den Effekt für die E-Akustik-Gitarre eingestellt hatte, wurde diese gar nicht erst abgeändert, sondern gleich für den Rausschmeißer „Still Breathing“ erneut verwendet – hier zeigt sich die Band wahrlich wandlungsfähig und präsentiert den Hörern ein siebenminütiges, instrumentales Stück, welches langsam beginnt, sich weiter aufbaut und dann relativ früh in einem Finale explodiert, das erneut von furiosen Gitarrenparts dominiert wird.

Those Who Lie Beneath bringen mit den vertrackten Gitarrensoli einen neuen Aspekt in den sonst oftmals so abgenutzt klingenden Deathcore-Sound ein und liefern mit dem Album „An Awakening“ zehn starke Stücke ab. Leider leidet das Album nach einiger Zeit stark an Monotonie, sodass die Songs eher für zwischendurch geeignet sind, man das Album jedoch eher weniger am Stück nonstop durchhören kann.

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