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Those Who Bring The Torture: Tank Gasmask Ammo

Auf den Spuren von Aborted
Wertung: 6.5/10
Genre: Death Metal, Grind
Spielzeit: 39:28
Release: 18.07.2008
Label: Pulverised Records

Those Who Bring The Torture? Oh ja, der Name ist Programm. Eine fiese Mischung aus Death Metal, Grind mit lustigen Gore-Texten (Beispiel: When Humans And Axes Collide) und unzähligen Einflüssen, die ein wenig Abwechslung ins Geprügel bringen. Man nehme ein bisschen Cannibal Corpse, eine Prise Carcass und einen kräftigen Schuss Aborted, was herauskommt ist eine echt explosive Mischung.

Nach ihrem selbstbetitelten ersten Album, folgt jetzt „Tank Gasmask Ammo“ auf dem Rogga Johansson (Ribspreader), Ronnie Bjornstrom (Knife In Christ) und David Ekevarn (Ghamorean) aka Crawl, Worm und Maggot wieder Vollgas geben.

Der Anfangstrack „Napalm God“ zeigt Those Who Bring The Torture gleich mal von ihrer besten Seite: Brutal, unkompromisslos, genau so wie es sein sollte. Fiese Blasts, Gegrunze und starkes Riffing. Nanu, blitzt nicht da hier und da auch ein bisschen Hardcore hervor? Volltreffer, gefällt.

Auch bei Track Nummer 2 wechselt man gekonnt zwischen Death Metal und Hardcore Riffs.

An technischem Können fehlt es dem Trio definitiv nicht. Das kann ja schön werden. Kann man diese rohe Brutalität denn noch steigern?

Dann die Enttäuschung. Fast scheint mir, als hätten Those Who Bring The Torture schon am Anfang ihr Pulver verschossen. An die Stärke der ersten beiden Songs kann jedenfalls keines der nachfolgenden so richtig anknüpfen. „All Hail The Goat“ kommt ganz ohne Blasts aus, hat dafür einen echt fiesen Breakdown zu bieten, beim Titelsong gibt das Trio wieder Vollgas, aber die Tracks können mich trotzdem nicht wirklich überzeugen.

Hin und wieder lassen sich auch kleine Cannibal Corpse-Ausflüge in Sachen Riffing, wie auch bei den Growls heraushören, beispielsweise bei „Celebrating Gamma Bliss“ und dem Nachfolger „Riders On The Mushroomcloud“.

Etwas monoton wirkt das Ganze trotz des ständigen Wechselns zwischen Hardcore, Groove-Grind und Death Metal. Man vermisst ein bisschen technische und spielerische Raffinesse, zu überschaubar und berechenbar.

Erst die Soli in „You Should Be Brutally Slaughtered“ und der Downtempo-Nummer „Upon The Bonethrone“ bringen wieder etwas mehr Abwechslung. Song 1 und 2 bleiben allerdings nach wie vor die Höhepunkte der Scheibe.

Die folgenden Tracks bis zur letzten Nummer sind nicht schlecht. Aber eben auch nicht gut.

Mittelmaß. Meine Vermutung hat sich also bestätigt: Those Who Bring The Torture haben ihre letzte „Ammo“ anscheinend schon im zweiten Song verschossen.

Um sich auf eine Stufe mit Bands wie Aborted zu stellen, muss man schon mehr bringen als zwei super Tracks und ein paar Fehlgeburten. Einfallsreichtum ist es, was die Jungs noch von diesen Szenegrößen unterscheidet. Der Rest ist eine Frage der Produktion, wobei diese für „Tank Gasmask Ammo“ allerdings absolut ausreichend ist.

Man kann nur hoffen, dass sich Those Who Bring The Torture noch mal am Riemen reißen und das nächste Mal vielleicht mit mehr Munition in den Krieg ziehen. Schwerere Geschütze müssen sie nicht mehr auffahren, doch um einen Krieg zu gewinnen braucht es mehr als das.

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