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Thorium: Feral Creation

Fetter dänischer Old-School-Death!
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:53
Release: 04.04.2008
Label: Mighty Music

Die Death-Metal-Welt wird derzeit überflutet mit neuen Alben und hat leider einiges an Einheitsbrei zu bieten. Wie schön, wenn man dann mal wieder eine Platte auf dem Tisch hat, die einen nicht nur überrascht, sondern auch über alle Maßen begeistert. So geht es mir gerade mit Thorium`s „Feral Creation“. Die Dänen, die seit 1997 ihr Unwesen in der Metal-Szene treiben, bringen mit diesem Album ihr drittes Studiowerk auf den Markt und können damit ihren schwedischen Kollegen ganz klar den Mittelfinger zeigen. Auch aus dem kleinen Dänemark kommen gute Death-Metal-Bands – wer hätte das gedacht? Thorium sind der beste Beweis und spielen fetten Od-School-Death.

Kein Geringerer als Jacob Hansen, der auch schon Destruction und Hatesphere unter seinen Fittichen hatte, hat sich diesen Jungs angenommen und „Feral Creation“ sauber abgemixt.

Schon beim ersten richtigen Song „Feral Creation“ wird klar, dass dieses Album kein Kindergeburtstag wird. Musikalisch gesehen geht dieser Titel gut ins Ohr, eine gleichmäßige Melodie, die aber nicht monoton wirkt und zwischendrin ein Gitarrensolo, dazu die wütende Stimme des Sängers - das macht dieses Stück zu einem richtig guten Song.

„Epedemic Skeleton“ wirkt nicht weniger wütend. Hier dominieren krachende Drum-Parts und eine nach vorn drängende Melodie, MHA grunzt mehr als er singt und bringt dem Hörer eine aggressive Stimmung rüber, die textlich die medizinische Forschung an Menschen anklagt.

Trotz der guten Songs, die „Epedemic Skeleton“ folgen, ist es der Track „Unbound“, der erstmals wieder richtig aufhorchen lässt. Eine in den Wahnsinn getriebene Stimme, die sich den Wolf schreit, abwechselnd zur grunzigen hasserfüllten Stimme, das Gitarrensolo gepaart mit ohrenbetäubenden Drums, die einem schier den Verstand zu rauben drohen – dieser Titel ist Abwechslung pur und lässt einen schnell vergessen, wo vorn und wo hinten ist.

Im Folgenden finden sich Songs wie „Ravishing And Possessed“ und „Diabolic Consumption“ – beides Nummern, die schnell nach vorn gehen und mit fetten Riffs und der mittlerweile markanten MHA-Stimme einem keine Ruhe gönnen. Wirklich traditioneller Death-Metal. „Cast From Hell“ bricht aus diesem Schema wieder ein wenig aus und erweckt die quiekige Stimme wieder zum Leben. Hier kann der Sänger wirklich zeigen, welches Potential in ihm steckt und wie wandlungsfähig er ist. Und dieses Experiment meistert er in Höchstform.

„Feral Creation“ ist ein großartiges Album, das Abwechslung bietet und ordentlich ins Gehirn trommelt. Wirklich neu ist natürlich auch auf dieser Platte nichts, aber wer will das auch? Die guten alten Melodien, die aggressive Stimmung und ein paar überraschende Passagen machen dieses Album zu einem Riesenspaß.

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