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This Or The Apocalypse: Haunt What's Left

Die Erwartungen wurden noch übertroffen
Wertung: 9.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 45:49
Release: 22.06.2010
Label: Lifeforce Records

Nach dem überaus starken letzten Album „Monuments“, das leider unter einem recht schwachen Sound litt, sind die Mannen von This Or The Apocalypse dieses Mal auf Nummer sicher gegangen und haben für ihr neues Full Length Chris Adler (Lamb Of God) als Produzenten angeheuert.

Keine Fehlentscheidung – schon der Opener „Charmer“ zeigt direkt, dass die Gitarren deutlich, aber nicht zu feingeschliffen super anzuhören sind, auch die Snare klingt enorm klar, ohne dabei hohl oder scheppernd zu klingen. Ganz besonders hervorzuheben ist zudem der E-Bass, der nie penetrant in den Vordergrund rückt, aber immer an den passenden Stellen mit extrem viel Wucht den Songs eine ungekannte Tiefe und einen immensen Druck verleiht.

Ein weiterer Aspekt, der dieses Album so hervorragend macht, ist das technische Level auf dem sich This Or The Apocalypse bewegen, ohne damit nervig-frickelig zu werden oder gar in egoistische Solo-Partien abzudriften. Gerade was die Gitarristen, die in einem Wahnsinnstempo absolut mitreißende Melodien zum Besten geben und somit die – für diese Band erst mit diesem Album verwendeten – klaren Vocals unterstützen, abliefern, ist sehr beeindruckend, sodass bei Songs wie „Subverse“ oder „Backlit“ schon mal leicht die Kinnlade des Hörers runterfallen kann. Die bereits angesprochenen klaren Vocals sind ein neues Element im Sound dieser Band, doch an Beweisen, dass man auch dies nahezu perfekt beherrscht, mangelt es nicht, denn die beiden Tracks „Lamnidae“ und „Revenant“ sind nicht die einzigen Stücke, die mit solch rauchig und sehr energetisch vorgetragenen Vocals überzeugen.

Natürlich fehlt es den Songs auch nicht an Breakdowns, doch This Or The Apocalypse bauen diese immer wieder – ähnlich den Bands August Burns Red oder Texas In July - so geschickt in ihre Songstrukturen mit ein, dass sie nicht übertrieben oder bis zum Geht-nicht-mehr ausgereizt wirken, sondern immer ein Maximum an Energie und Hörspaß freisetzen, ohne gezwungen oder überflüssig zu wirken. Ganz groß geschrieben wird zudem der Faktor Abwechslungsreichtum, denn mal gibt es sehr technische Stücke zu finden, mal ein kaum weniger technisch anspruchsvolles groovendes Monster á la „The Incoherent“ oder ein überraschend langes und ruhiges Outro im Falle des Songs „Toro“ als kleine Verschnaufspause, bevor man mit Tracks der Marke „Hayseed“ an die Grenzen der mitreißenden Moment geht – noch besser und es zerreißt einen. Natürlich lässt es das Quintett aus den USA auch nicht an Atmosphäre mangeln, so kann man bei dem Hit „Deadringer“ auch mal die Augen schließen und schlichtweg von der ersten bis zur letzten Sekunde genießen. Wie eigentlich bei dem gesamten Album.

„Haunt What’s Left“ ist ein großartiges Album geworden, dass in allen Kriterien eine Bestleistung offenbart: Abwechslungsreichtum ist ebenso gegeben wie eingängige Hooklines, energetische und treibende Riffs, technisch enorm anspruchsvolle Parts und natürlich gigantische Melodien. Mit diesem Album sollte der ganz, ganz große Durchbruch nicht mehr fern sein.

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