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This Is Not Utopia: This Is Not Utopia EP

Ordentlich Druck auf den Kesseln
Wertung: 7,5/10
Genre: Metalcore, Post-Hardcore
Spielzeit: 16:33
Release: 01.06.2012
Label: Eigenproduktion

This Is Not Utopia tauchten in zweierlei Hinsicht fast zeitgleich im Blickfeld der Schreiberin dieser Zeilen auf – erstens boten die Herren sich und ihre Debüt-EP zum Free Download und Rezensieren via Facebook an, und außerdem erschien die Single “G!T!F!O!“ auf der neuen und sechsten Heart To The Core-Ausgabe. Aufhorchen kann man bei dem jungen Quintett aus dem Lübecker Raum allemal – hier wird zwar eine Mischung aus Metalcore und Post-Hardcore geboten, die keineswegs die Annalen der Musikgeschichte umkrempeln wird; dafür geht der Fünfer aber mit reichlich Spielfreude und Wut im Bauch an die ganze Sache heran und bietet auf drei Songs und knapp einer Viertelstunde Spielzeit auf dem Mini-Erstling ordentlich Mosh-Potenzial.

Wenn man sich die EP nur mal am Rande anhört und bedenkt, dass die Band nicht nur erst seit diesem Jahr existiert, sondern die Mitglieder beispielsweise in den USA noch nicht mal Alkohol kaufen dürften, muss man schon ein bisschen grinsen, zumal man merkt, dass schon praktische Banderfahrung vorhanden ist  – der Metalcore-Nachwuchs in Deutschland ist definitiv gesichert, Sorgen muss man sich wenig machen. Zumal Sänger Cedric sowieso klingt, als könnte er ungefähr 90 Prozent aller existierenden Core-Vokalisten mit dem linken Stimmband an die Wand schreien.

Dass aber nicht nur der Sänger ordentlich was auf dem Kasten hat (obwohl mittlerweile bekannt sein dürfte, wie Vocal-fixiert die Verfasserin dieser Zeilen ist), zeigt spätestens „Save Me From Myself“, das zu Beginn fast als Black-Metal-Song durchgehen könnte, bevor die ersten Breakdowns sich einschleichen. Zwischendurch brechen aber auch immer mal eher klassisch metallische Gitarrenriffs durch, die das Ganze ordentlich auflockern – erst recht in Form von Soli.

Ein bisschen Abwechslung muss man den Herren aber absprechen – es ist zwar durchaus beeindruckend, wie Cedric das konstante Geschrei durchhält, ein bisschen Monotonie hält aber nach den ersten fünf oder sechs Durchläufen schon Einzug. Melodische Einsprengsel wie zum Beispiel beim eingangs erwähnten Opener „G!T!F!O!“ in Form der Leadgitarre helfen da aber schon ein gutes Stück weiter.

Mit „Behind A Cover“ hat sich zum guten Schluss noch ein Song auf der EP versteckt, der unter anderem mit einem wahnsinnig geilen Introschrei punkten kann. Der Song groovt wie Hölle, die Leadgitarre frisst sich regelrecht ins Großhirn, es wird an allen Ecken und Enden geschrien – damit reißen This Is Not Utopia noch mal richtig heftig an der Punktebewertung.

Mit ein bisschen Gespür und einem guten Gehör kann man This Is Not Utopia durchaus auch aus einer großen Menge an Corebands erkennen (Oha, hören sich also doch wie alle anderen Corebands an; Anm. d. Red.) – Songs wie „Behind A Cover“ brennen sich recht schnell ein, ohne auf Ohrwurmtauglichkeit gepolt zu sein. Man darf durchaus gespannt sein, was das wahnsinnig junge Fünfergespann in nächster Zeit noch so vom Stapel lässt.

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