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This City Burns: The Circadian Clock

Höchste Zeit für einen Vertrag
Wertung: 8/10
Genre: Deathcore / Metalcore
Spielzeit: 32:04
Release: 03.12.2008
Label: Eigenproduktion

Eines der empfehlenswertesten Nachfolge-Talente Englands ist die Metalformation This City Burns aus dem schönen Cornwall - scheinbar blüht in Großbritannien gerade die Death- / Metalcore-Szene richtig auf, insbesondere in der jungen Generation, so haben erst kürzlich The Eyes Of A Traitor ein geniales Album veröffentlicht, von weiteren Bands wie beispielsweise Postmortem Promises will ich gar nicht erst anfangen.

This City Burns haben es sich zum Ziel gesetzt, hauptsächlich gnadenlose Härte mit melodischen, tragenden Riffs zu verbinden und so die zwei wohl wichtigsten und essentiellsten Elemente des Metals miteinander zu kombinieren. Am Anfang des Albums ist die Härte noch nicht zu erahnen, so ist das Intro lediglich von schwermütigen und perfekt arrangierten Streichern bestimmt. Der erste Track ist direkt mein Lieblingssong der Platte geworden: Tiefe Growls, treibende Riffs mit elegant eingebauten Breaks und Doublebass-lastiges Drumming ergänzen sich in den Strophen gegenseitig, während im Refrain das Riffing tragend und ohne Pausen ist. Hier steht deren Melodie im Vordergrund, die besonders in Verbindung mit den Growls eine einzigartige Atmosphäre liefert und jeden Hörer zum Mitgrollen zwingt – die Songtexte stehen auf der MySpace-Seite zur Ansicht zur Verfügung.

Klagen könnte man über den Sound der Drums: Zwar werden zum Beispiel bei „Against All Odds“ fleißig die Trommeln gefordert und die Bassdrum malträtiert, aber der klare Kick fehlt noch, man vermisst die Tiefe im Klang. Dafür ist das Verhältnis zwischen Gesang und Gitarre außerordentlich gut gelungen, so zeichnen satte Deathcore-Breakdowns die Verse aus. Im Refrain geht man wieder melodischer ans Werk, das Riff ist eingängiger und wäre mehr in den Metalcore- bzw. Hardcore-Bereich einzuordnen. Das Tempo der Songs ist in der Regel gut geeignet, um gute Pogo- oder Mosh-Einlagen zu starten; in den Refrains dominiert häufig die etwas langsamere Bassdrum, welche die Songs somit um ein episches Element ergänzt und zum Headbangen einlädt. „It’s A Cold World“ ist mit nur fast erreichten drei Minuten Spielzeit der kürzeste Song des Albums, sofern man das Intro außen vor lässt. Geschickt wechselt man zwischen verschiedenen Tempos, hier anfangs sehr schnell, dann atmosphärisch und unter anderem durch Einsatz eines China-Beckens wieder sehr Breakdown-beeinflusst.

Auf lyrischer Ebene bedient sich die Band persönlicher Erlebnisse oder befasst sich mit sozialkritischen Ereignissen, so ist der Song „To Silence A Voice“, der eine fette E-Gitarren-Solo-Passage in sich birgt, gewissermaßen ein Tribut an den ermordeten KGB-Agenten Alexander Litwinenko. Die Stärke dieser Band liegt ganz klar bei den Gitarren, die Rhythmus-Gitarre donnert kräftige, aggressive Riffs aus den Boxen und Gitarrero Nummero Zwo spielt technisch anspruchsvolle Solo-Passagen, wie es bei dem Titel-Song „Circadian Clock“ der Fall ist.

Wir haben hier eine junge Band, die sehr gut aufeinander eingespielt ist, die Songs bestehen zwar immer aus den gleichen Elementen, besitzen aber dank des gelungenen Songwritings immer eine eigene Marke die ein hohes Wiedererkennungspotential in sich birgt. Jeder, der auch nur ansatzweise eine Vorliebe für harten und zeitgleich melodischen Metal- bzw. Deathcore hat, sollte diese Band auf keinen Fall verpassen!

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