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Thirteen Days: Start It Now

Ami-Highschool-Punk nach Rezept
Wertung: 7/10
Genre: Poppunk/Powerpop
Spielzeit: 31:52
Release: 07.09.2009
Label: FinestNoiseReleases

Unter dem Namen Thirteen Days haben sich vier Jungs aus dem österreichischen Klagenfurt zusammengefunden, um sich gemeinsam melodischem Poppunk mit Powerpop-Einflüssen zu verschreiben. Mit "Start It Now" legt das Quartett jetzt sein Debütalbum vor, um damit - wie sie sagen - den nationalen und internationalen Markt zu erobern. Immerhin: Für einen Platz auf dem "Poppunk Loves You 4"-Sampler des italienischen Labels Wynona Records hat es schon gereicht. Für den Anfang ganz gut, aber steckt in "Start It Now" noch mehr Potential?

Bevor der Titeltrack und Opener einsetzt, wird man erst einmal mit einem atmosphärischen Sample in die Irre geführt. Postrock? Progressive? Der Einsatz von kratzigen Gitarren und kurz darauf der ganzen Band bestätigt aber schnell die vom Cover erzeugte Erwartungshaltung: Melodisch, eingängig und in angemessener Geschwindigkeit frönen Thirteen Days Klängen, die an amerikanischen College Punk der Marke Blink 182 erinnern. Bisweilen kommen auch – besonders dank Roman Mischitz' Klangfärbung - Assoziationen zu My Chemical Romance auf, auch wenn Thirteen Days deren Morbidität aussparen und deutlich optimistischer klingen.

Positiv fällt von Anfang an die druckvolle und klare Produktion auf, die erwartungsgemäß deutlich mehr Wert auf die Gefälligkeit des Pop als auf punkige Rauheit setzt. Erfreulicherweise hat man sich übermäßiges Rundschleifen von Ecken und Kanten im Sound gespart; leicht konsumierbar bleibt die Platte trotzdem zu jeder Zeit. Dazu tragen auch die teilweise wirklich gelungenen Melodien bei, die das Quartett ins hinreichend bekannte musikalische Gewand kleidet. "Let me Go" hat seinen Platz auf oben genanntem Sampler sicherlich vor allem seinem hochgradig mitsingtauglichen Refrain zu verdanken und auch der mit "Uh Lala"-Chören hinterlegte Zwischenteil im Song "Memories Remain" hat was für sich.

Neben den lichten Momenten offenbart "Start It Now" aber auch einige Schwächen: Dadurch, dass hier hintereinander zehn Uptempo-Happy-College-Punk-Songs auf Polycarbonat gepresst wurden, gerät die Scheibe ob mangelnder Abwechslung leicht zur eintönigen Angelegenheit. Wenigstens hat man sich selbst durch konsequentes Tempohalten vor der obligatorischen, peinlichen Akustikgitarrenschnulze bewahrt, was man als mildernden Umstand verbuchen sollte. Abgesehen davon wurde aber in musikalischer Hinsicht schon auf unzähligen Veröffentlichungen so wie hier gearbeitet und auch textlich ist weder Neuerung noch Anspruch zu vermelden. Innovation also gleich Null, dafür aber insgesamt ganz ordentlich gemachte Party- und Skatesongs.

Fazit: Dass Thirteen Days das Handbuch für den perfekten Poppunk-Song aufmerksam studiert haben, merkt man "Start It Now" deutlich an. Mehr Abwechslung und Eigenständigkeit wären allerdings zusätzlich noch wünschenswert gewesen. So hat man es hier zwar mit einer ganz unterhaltsamen, hübsch produzierten Platte zu tun, viel mehr aber auch nicht. Die Zielgruppe, die ich als überwiegend weiblich und zwischen 13 und 16 Jahren alt einschätzen würde, dürfte das aber nicht weiter stören. Alle Anderen sind dank eindeutiger Covergestaltung frühzeitig gewarnt.

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