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Thinner: Paintime And Glory

Jung, dynamisch, rotzig
Wertung: 8,5/10
Genre: Hardcore Punk
Spielzeit: 23:42
Release: 22.05.2015
Label: Midsummer Records

Das Thinner-Full-Length-Debüt „Say It!“ wurde mit minimalistischem Artwork, ebensolcher Spielzeit und maximaler Spielfreude vor fast genau zwei Jahren von uns mit acht Punkten belohnt, da war natürlich die Freude groß, als endlich ein Nachfolger angekündigt wurde. „Paintime And Glory“ heißt das gute Stück, ist seit kurzem für den gemeinen Musikliebhaber zu haben und bietet zumindest mal ein etwas farbenfroheres Artwork. Was die Länge angeht, gibt sich das Trio mal wieder keine Blöße und packt zwölf Songs auf knapp 24 Minuten Spielzeit.

Es bleibt dabei, Gitarrist Adrian setzt seine Duftmarke noch immer mit diesem hektischen Gesinge, das irgendwie immer ein bisschen schief klingt und sich irgendwo zwischen Hardcore und (Skater-)Punk bewegt, immer noch genauso gewöhnungsbedürftig klingt wie vor zwei Jahren und immer noch genauso viel Spaß macht. Unterstützt durch Drummer Alberto und Phil am Tieftöner, scheint sich das Trio ein wenig eingängiger zu geben als noch auf „Say It!“, Tracks wie „Everything Ends“ erinnern nicht nur im Instrumentalpart ein bisschen an die Beatsteaks und steigern damit zumindest nicht unbedingt meine Begeisterung – aber ist ja alles Geschmackssache.

Quasi als Gegenpol hauen Thinner dem Hörer dann aber solche Hammersongs wie „Tarred And Feathered“ um die Ohren, das einfach nur als rotziger Anderthalbminüter beschrieben werden kann, oder auch das direkt im Anschluss folgende „Black Box B Minor“, bei dem die Gitarre einen dicken Kloß im Hals verursacht und man in eine dicke Gänsehaut verpackt wird.  

Das giftige und pfeilschnelle „Eastbound“ bietet dann wieder einen herrlichen Kontrast, bevor zum Finale der Titelsong mit sage und schreibe fast drei Minuten (!) Laufzeit aufgespielt wird, einem schwungvollen Track mit Trompetensolo, das fast ein bisschen an Ska erinnert, und entsprechend Laune macht, sich zu bewegen – live dürfte der Track ein absoluter Abräumer sein und auch die faulsten Zuschauer zum Tanzen animieren. Ähnlich ausgelegt ist auch das dynamische „Tie The Rope“, das mit gerade mal einer Minute und fünfzehn Sekunden zu Buche schlägt... Wahnsinn, wie viel Energie die Berliner Truppe in so wenig Zeit quetscht.

Überhaupt herrscht auf „Paintime And Glory“ tatsächlich ein wenig mehr Eingängigkeit, die aber nicht etwa in Langeweile umschlägt, sondern sich stattdessen in einigen sehr tanzbaren Stücken zeigt, die sicherlich auch den Fans der ersten Stunde zusagen werden. Rotziger Hardcore Punk wird hier wieder mit intelligenten Arrangements gemischt, die deutlich zeigen, dass das Genre (vor allem auch in Deutschland) anderes zu bieten hat als nur Assi-Gerotze und platte Texte. Damit kann das muntere Trio im Vergleich zu „Say It!“ sogar noch ein Minischippchen an Punkten obenauf setzen. Unbedingt anhören!

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