Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Yellow Sign: Ancient

Atmosphärischer Deathcore aus Michigan
Wertung: 8/10
Genre: Deathcore
Spielzeit: 27:23
Release: 03.04.2009
Label: Eigenproduktion

Benannt nach einer Glyphe aus Robert Chambers Buch „The King In Yellow“ haben sich die fünf Mannen von The Yellow Sign aus dem schönen Michigan. Musikalisch bewegt man sich hier im Deathcore-Bereich mit verschiedenen Einflüssen von Progressive bis Technical, die sich in einem interessanten Sound wiederfinden, der zwar noch keine neuartige Revolution darstellt, allerdings durch experimentelle Passagen durchaus ein gewisses Etwas hat.

Die EP „Ancient“ zeichnet sich nicht etwa durch schöne Melodien oder absolut innovatives, neuartiges Songwriting aus, sondern viel mehr durch eine beklemmende Atmosphäre, einen stetig steigenden Spannungsbogen und clevere Riffs, die genau im richtigen Moment ein kaltes Gefühl der Gänsehaut über den Hörer hinweg laufen lassen. Beispielsweise zur Halbzeit des Openers „Silence“ donnern gerade noch schiebende Doublebass-Attacken und Rhythmus-Riffs über den Hörer hinein, die dann im nächsten Moment, von einigen wenigen Gitarrenklängen mit umso effektiverer Wirkung zerrissen, eine kalte Atmosphäre entstehen lassen. Ähnlich verhält es sich mit dem Titelsong „Ancient“, der mit wuchtigen Breakdown-Riffs beginnt, konstant Druck aufbaut, welcher sich dann in einem ergreifenden Soundgewitter entlädt, das ganz besonders aus der epischen Gitarrenarbeit heraus resultiert.

Einen ähnlichen Stil dieses epischen Sounds, der daraus entsteht, dass man wiederholt schnell nacheinander einen Ton anschlägt, findet man ebenfalls beim folgenden Song „Heretic“, dessen Songwriting jedoch komplett anders aufgebaut ist als der Vorgänger, sodass von Langeweile keine Spur zu finden ist. Darüber hinaus weiß der Song mit cleveren Tempowechseln von Snare-Blasts bis hin zum langsamen Doublebass-Outro den Hörer für sich zu gewinnen. Bei dem Instrumental „Carcosa“ handelt es sich um ein Soundtrack-ähnliches Stück, das voluminöses, geschickt in Szene gesetzte Drumming auf den Toms sowie eine perfekte Mischung aus akustischen und elektronisches Gitarren abliefert. Neben all diesen Feinheiten und Raffinessen findet man bei The Yellow Sign allerdings auch ohne weiteres altbekannte Effekte wie den Breakdown wieder, der vor allem im letzten Song „Juggernaut“ Einzug findet und nahezu die gesamte zweite Hälfte dieses Songs in eine unbehagliche, drückende Stimmung versetzt.

The Yellow Sign haben den Deathcore keineswegs neu erfunden, leisten allerdings ohne Frage sehr solide Arbeit und scheuen auch nicht davor, mal zu experimentieren. Der epische Gitarrensound, der gerade bei dem Hit „Ancient“ zu überzeugen weiß, erinnert etwas an die Kollegen von The Contortionist, die so schauerlich anmutenden Melodien und die Brutalität hingegen scheinen eher von Oceano oder Impending Doom zu stammen. Diese fünf Mannen verstehen ihr Handwerk und schaffen es verdammt gut, brutale Breakdowns und wütende Vocals mit ergreifender Atmosphäre und leichten Post-Rock-Einflüssen zu kombinieren – am besten gleich mal reinhören und dann bei iTunes oder im Bandshop kaufen. Je öfter man diese EP hört, desto besser gefällt sie.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna