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The Word Alive: Empire

Großes Potential - aber noch steigerungsfähig
Wertung: 7.5/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 23:01
Release: 21.07.2009
Label: Fearless Records

Wenn sich Bands von einzelnen Mitgliedern trennen, geschieht dies oftmals im Guten, aber leider manchmal auch nicht. The Word Alive wurde ursprünglich von Craig Mabbit gegründet um härtere Musik als mit seiner damaligen Hauptband, BlessTheFall zu spielen. Heute hat er bei Escape The Fate, seinem derzeit einzigen Projekt, die Fronter-Position inne, da er Höchstselbst von seiner Band verabschiedet wurde – und in diesem Falle im Guten wie im Bösen. Laut Statement der Truppe - „Wir möchten euch informieren, dass wir alle Craig lieben und uns unter anderen Umständen freuen würden mit ihm touren zu können“, fiel diese Entscheidung also zwar schwer, aber jedoch im Guten. Der betroffene Craig sah dies jedoch etwas anders: „Die Band zu verlassen war niemals meine Entscheidung, viel mehr hat man mich hinter meinem Rücken ersetzt, als ich mit meiner anderen Band auf Tour war und nicht mit The Word Alive auftreten konnte. Ich habe das gemeinsam mit den Jungs gestartet und bin ziemlich enttäuscht, wie sie mich ersetzt haben... einfach scheiße“.

Soviel zur Bandgeschichte – als neuer Mann an Bord war schnell Tyler „Telle“ Smith gefunden, der bereits bei In Fear And Faith geraume Zeit als Sänger verbracht hat. Musikalisch bewegt man sich wie alle bereits genannten Bands in etwa beim Post-Hardcore; jedoch der etwas härteren Machart, wie es von Craig schließlich auch ursprünglich beabsichtigt gewesen war. Nachdem man bei Fearless Records unterschrieben hatte, wurde kurz darauf die Debüt-EP „Empire“ aufgenommen und insgesamt sechs druckvoll produzierte Songs auf die Fans losgelassen.

Der Opener „Battle Royale“ zeigt direkt auf, dass die Band gut aufeinander eingestimmt ist, voluminöse Screams und klarer Gesang wechseln sich ab, das Drumming unterstützt perfekt die Gitarren und auch technisch ist die Band nicht zu verachten. So kann man sogar am Ende des Songs ein kompliziertes Gitarrensolo entdecken, das jedoch schon wieder so technisch ist, dass es nicht mehr wirklich gut anhört, sondern nach diesem typischen Gameboy-Color-Sound klingt, allerdings endet der Song dann wieder besser in einem starken Finale. Ein weiteres Manko ist - trotz der an sich ziemlich guten Produktion - der Sound der Becken, denn der Nachhall nach dem ersten Anschlagen dröhnt meistens in einem unangenehm hohen Frequenzbereich nach.

Bei den heftigen Breakdowns der Songs „The Only Rule Is That There Are No Rules“ oder „Casanova Rodeo“ beispielsweise sind keinerlei Störgeräusche oder gar Rauschen zu hören, die Produktion ist also tatsächlich durchaus gut, allerdings stören die Becken eben doch, sofern man sich etwas auf die Musik konzentriert und nicht nur ausschließlich aufmerksam auf den Gesang hört. Die Klasse der Gitarristen zeigt sich bei dem Tipp der CD: „Quit While You‘re Ahead“ ist der wohl mitreißendste Song, der durch schnelle und treibende Gitarrenarbeit sowie einen Refrain, der wohl live zu einer Hymne ausarten wird, besticht. Die Songs sind alle äußerst anspruchsvoll, Telle singt angenehme Melodien, die meistens gegen Ende in enorm starken Finalen enden – gerade das langsame Finale des letzten Songs „How To Build An Empire“ überzeugt - und dort erst so richtig ausbrechen.

Die Gitarren leisten technisch sehr anspruchsvolle Arbeit und das Drumming verleiht den Songs die nötige Härte, die auch durch die Produktion deutlich wird; das Schlagzeug klingt angenehm stark und die Gitarren nicht zu dezent, sondern schön dominant und wuchtig. Allerdings hätte das Keyboard von Zeit zu Zeit etwas abwechslungsreicher eingesetzt werden können, auch wären einige Passagen, in denen klarer Gesang auf brutale Screams trifft, schön gewesen – diese beiden Gesangsarten gibt es auf dieser EP nämlich leider nur im Wechsel.

„Empire“ stellt für mich trotz der kleineren Mängel eine gelungene Debüt-EP dar, die auf ein vielversprechendes Album hoffen lässt. Zwar kann sich die Band noch steigern, allerdings hat man selten so viel Potential bei einem Post-Hardcore-Newcomer gehört. Für Fans der zu dieser Formation in Verbindung stehenden Gruppen – sprich beispielsweise In Fear And Faith, BlessTheFall – sollte die EP ohnehin ein Pflichtkauf sein.

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