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The Wörst: In The Light Of The Sun

Ein erstes Lebenszeichen
Wertung: 7.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 43:39
Release: 30.04.2007
Label: Eigenproduktion

Die Wittener Combo The Wörst hat nun mit “In The Light Of The Universe” eine neue Demoscheibe vorgelegt. Der Silberling soll wohl in nur vier Tagen aufgenommen worden sein. Aber bevor ihr jetzt denkt, das ist jetzt mal wieder was Halbgares oder doch ziemlich Rohes, weit gefehlt. Man hat es geschafft, das Ganze in eine gute Produktion zu adaptieren.

„Strange Shapes“ ist guter 80 Jahre Metal. Der Refrain wandert schnell in die Ohrmuschel und verweilt dort. Der neue Sänger Axel Schuder macht seinen Job richtig gut. Angenehme, zur Musik passende Stimme, nichts Herausstechendes oder Extravagantes, sondern solide gut. Der Song spiegelt diverse Enflüsse der späten 80er wieder.

„Stalker“ hat ein richtig geiles Riff, welches aber zu wenig heraus sticht, das hätte ruhig ein wenig dominanter in Szene gesetzt werden können. Hier hätte die aus Michael Mende und Marcus Bercio bestehende Gitarrenfraktion ruhig noch ein paar Pfund draufpacken können. Ansonsten rockt der Song ganz gut durch die Lautsprechermembranen.

„In The Light Of The Sun“ bietet dreckige Gitarren, welche vom Sound her schon fast in die Stoner Rock Ecke abdriften. Zwar ist der Song auch sehr angenehm, aber irgendwie hört sich das alles wie schon zigmal gehört an. Es fehlt bisher ein wenig die Eigenständigkeit, wenn man diese nicht unbedingt sucht, dann ist das hier für eine Demo schon richtig gute Mucke.

„Stampede“ erinnert bis auf den Refrain sehr stark an eine englische Ausgabe der Ärzte, allerdings mit deutlich weniger rotzfrechen Attributen. Irgendwie ähnelt die Passage dem Hit „Manchmal haben Frauen …“ Ja, ihr habt Recht, es ist zwar nicht wirklich die gleiche Melodie, aber Axel Schuder`s Gesang ist hier stilmäßig sehr nah an dem Trio. Wahrscheinlich ist diese Nähe nicht einmal beabsichtigt, aber auffällig ist das schon. Da hilft dann auch der Refrain nicht wirklich aus der Bredoullie, der das Ganze dann etwas zu befremden versucht.

„Train Of Thoughts“ geht irgendwie unter, da er zu wenig Auffälligkeiten besitzt. Der Chorus ist leider nicht prägnant genug und auch das Solo weiß sich nicht so recht im Kopf festzusetzen. „Dead Alive“ ist ein schöner Rocker geworden, welcher durch seinen Chorus im Gedächtnis hängen bleibt. Die gut eingespielte Rhythmussektion (Frank Mende – Bass und Rolf Ittner – Drums) sorgen für den soliden Soundteppich. Nicht immer wirklich treibend drischt Rolf auf die Felle ein. Leichte Ähnlichkeiten zu alten Metallica im Midtempo werden hörbar.

„Face To Face“ liegt irgendwo zwischen den beiden letztgespielten Songs. Schade eigentlich, längst hätte ein Highlight mal das Demo aufwerten müssen, um aus dem gehobenen Durchschnitt ausbrechen zu können. Die Band baut zwar immer wieder gelungene Details ein, aber insgesamt geht das dann doch zu sehr im Ganzen unter.

„Many Of Them“ fehlen leider die Killergene, um herausstechen zu können. Ein guter, deutlich zügigerer Song, dem aber noch irgendwie das gewisse Etwas oder eben ein eigener Stil fehlt. „Bloodfloor“ hingegen kann gerade auch wegen des gefühlvollen Anfangs überzeugen. Cool, wie der Song verläuft und mit einem schönen atmosphärischen Mittelteil auf sich aufmerksam macht.

Den Abschluss bildet dann „Lovestory`s End“. Gute Vocalline, welche zwar etwas unspektakulär von den Gitarren begleitet wird, aber trotzdem zum besseren Material der Band gehört. Auch wenn sich der Refrain etwas häufig wiederholt, so baut die Band doch einen schönen Abschlusshöhepunkt auf. Ein gelungener Abschluss für die CD.

Fazit: Etwas mehr eigener Stil in der Musik würde der Band gut zu Gesicht stehen. Handwerklich absolut gelungen. Die Band hat Potenzial, und wenn man bedenkt, dass dies erst die erste Full Length Scheibe ist, dann kann man da noch einiges erwarten.

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