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The Vomiting Dinosaurs: Exoplanets

Leider kann die Monotonie nicht besiegt werden
Wertung: 6/10
Genre: Grindcore, Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 15:47
Release: 06.01.2017
Label: Grimoire Records

Neun Songs, 16 Minuten – was kann das wohl für ein Stil sein? Nimmt man noch den Bandnamen The Vomiting Dinosaurs dazu, kann man sich schon beinah sicher sein, dass man hier eine Grind-Kapelle vor der Nase hat. Dabei salzen die Jungs aus Winchester mit einer Prise Thrash und Death nach, um ja keine Langeweile aufkommen zu lassen. Auf der neuen EP „Exoplanets“ prangt das wahrscheinlich schönste Cover dieses Jahres – übrigens auch erhältlich als auf 100 Stück limitierte Kassette.

Dabei ist ausgerechnet der erste Track, „Earth“ betitelt, mehr ein Intro als ein richtiger Song. Geräuschfragmente, gerade mal eine halbe Minute lang – hätte man aus unserem Heimatplaneten nicht  etwas mehr machen können? Schon „Circumbinary“ geht dann aber deutlich mehr aus sich heraus und kommt im klassischen Deathgrind-Gewand daher, inklusive leicht pappig klingendem Schlagzeug und einem Sänger, dessen Stimme sich aus den Tiefen des Undergrounds speist.

Mit „Ice Giant“ wird da schon ein wenig mutiger am Thrash-Regler geschraubt, auch hier wirkt das Schlagzeug aber wesentlich zu dominant, prügelt gar die Vocals zum Teil in Grund und Boden, dafür kann der superfiese Refrain ordentlich punkten. Auch bei „Iron (Fe)“ klingen The Vomiting Dinosaurs mehr denn je wie eine Kellerband – etwas über eine Minute lang zieht sich das Geprügel mit den recht sumpfigen Vocals, in der kurzen Spielzeit bringen die Herren sogar ein paar Tempowechsel unter. Trotzdem: Ein etwas schaler Geschmack bleibt erst mal.

„Waterworld“ könnte dann zu Beginn auch gut einer thrashigen Black-Metal-Truppe entliehen sein, die Hoffnung auf bessere Soundqualität hat man mittlerweile schon längst begraben – bis das mit über vier Minuten nahezu überlange „Lava Planet“ sich aus den Tiefen erhebt und überraschend viel Groove-Potential mitbringt. Sehr deathlastig, was die Amis hier abliefern, und gleichzeitig der beste Track der Platte. Auch gesanglich wird hier auf Variabilität gesetzt, neben tiefen Growls werden auch fieses Gekreische und Shouts geboten – hätte die Truppe diese Waffen mal früher aufgefahren, hätte „Exoplanets“ ein Kracher von einer EP werden können.

So aber kann man sich gerade mal über die Punkte-Halbzeit retten. Zu viel Sound-Gematsche herrscht hier, zuviel Monotonie verdirbt den Spaß am Hören. Positive Ausreißer wie „Ice Giant“ und „Lava Planet“ heben den Standard dann doch noch ein bisschen an und zeigen, dass The Vomiting Dinosaurs trotz des eher pubertären Bandnamens tatsächlich ernstzunehmende Musiker sind. Zu mehr als sechs Punkten reicht es aber bei aller Liebe nicht, und da ist schon mindestens ein halbes Gnadenpünktchen für den künstlerischen Aspekt des Frontcovers eingerechnet

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