Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Vision Bleak: The Deathship Has A New Captain

Gänsehautatmosphäre garantiert
Wertung: 7.5/10
Genre: Horror Metal
Spielzeit: 41:1
Release: 23.02.2004
Label: Prophecy Productions

Horror Metal trifft als Bezeichnung diese Art von Musik sehr gut. Wodurch zeichnet sich denn ein guter Horror-Film aus? Durch eine düstere Grundstimmung, durch überraschende Momente, ein klein wenig Kitsch und natürlich einen stimmungsvollen Spannungsbogen mit entsprechender Story. Das alles bieten auch The Vision Bleak auf ihrem Debut-Album „The Deathship Has A New Captain“. Dass die zwei Hauptverantwortlichen Konstanz und Schwadorf genau wissen, wie sie Stimmungen zu transportieren haben, zeigt sich nicht erst bei The Vision Bleak. Auch bei ihren anderen Projekten (Konstanz: Ewigheim ; Schwadorf: Empyrium, Noekk, SOTS) verstehen die beiden aufs Beste, ihre Fähigkeiten als Sänger und Songwriter einzusetzen. Vor allem Empyrium ist eine Legende in Sachen naturverbundener und romantischer Musik. Dort knüpfen im gewissen Sinne auch The Vision Bleak an: Romantisch ist die Musik, die auf „The Deathship Has A New Captain“ dargeboten wird, allemal. Naturverbunden weniger, aber dafür gibt es ja nun den Horrorleitfaden. Man bedient sich der Geschichten einiger alter Bekannter und versucht dabei solch eine Authentizität zu erreichen wie damals Max Schreck in seiner Rolle als Nosferatu.

Aber wie genau hört sich die Musik denn jetzt eigentlich an? Erklären versuche ich dies an dem Beispiel des Songs „Deathship Symphony“: Begonnen wird lediglich mit abgehacktem Schlagzeugspiel, zu dem sich schnell auch eine Gitarre gesellt. Nach einem Break wird die Musik immer voller, sie fängt langsam an sich zu entfalten. Das Keyboard hört man deutlich raus, was bei diesem gekonnten Einsatz ganz und gar nicht schlimm ist. Gesanglich wird Abwechslung geboten. Klassischer Stimmeinsatz wechselt sich mit dem metaltypischen Gekeife und dem tiefen, warmen Klargesang ab. Erhabene Riffs, gut abgenommener Schlagzeugsound, druckvolle Produktion, headbangfreundliche Geschwindigkeit. Der zu beobachtene Spannungsbogen ist wirklich grandios. Zum Ende des Songs wird es immer dramatischer bis endlich alles in einer kurzen Schlagzeug-Reprise endet.

Wie bei dem Qualitätslabel Prophecy üblich, ist das Album in Markus Stocks Klangschmiede Studio E aufgenommen worden – das Ergebnis ist wie immer äußerst klar und mit viel Power dahinter.

Gut anderthalb Jahre nach dieser Platte ist das Nachfolgewerk „Carpathia“ erschienen, zu dem es hier ebenfalls ein Review gibt. Und wer noch unschlüssig ist, dem rate ich, zuerst einmal in die neuere Langrille reinzuhören und das dazugehörige Review zu lesen.

Wer also nicht den neuen Hollywood-Horror-Produktionen frönen möchte, der investiert das Geld für den nächsten Kinobesuch sinnvoller in eine CD von The Vision Bleak – Gänsehautatmosphäre garantiert. Allen anderen Leuten, die Zugang zu anspruchsvoller und schöner Musik haben, sei dieses Werk auch empfohlen.

comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging