Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Vintage Caravan: Voyage

Jung-Wikinger aus Reykjavik auf den Pfaden des Klassik-Hard-Rock
Wertung: 9/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 50:36
Release: 10.01.2014
Label: Nuclear Blast

Eine Band aus Island. Wenn man an die Musikszene von der Vulkaninsel denkt, dann sollten dem metallisch orientierten Hörer vor allem Skálmöld und Sólstafir ein Begriff sein. Beide Bands verbinden sich auf die eine oder andere Art und Weise mit der Hintergrundgeschichte der Wikinger.

Anders sind die Jungspunde von The Vintage Caravan. Gerade mal so volljährig, haben sie die Wurzeln ihres Schaffens eindeutig im Hard Rock und Psychedelic Rock der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gefunden. Unüberhörbar sind die Verbindungen zu Großmeistern wie Jimi Hendrix, Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin und vor allem King Crimson. Ist die Formation also nur eine 50 Jahre später erscheinende Kopie der Musikergiganten? Mitnichten. Zwar sind die Wurzeln, wie bereits erwähnt, unmöglich zu überhören, aber The Vintage Caravan haben sich eine ganz eigene Mischung all dieser großartigen Bezugsquellen erstellt. Nur sehr selten lassen sich ganze Parts eines Songs einer anderen Formation zuordnen. Meistens muss man deutlich weiter gehen und die einzelnen Instrumente analysieren um direkte Bezüge herstellen zu können. Am einfachsten geht das noch bei den Gitarrensolos von Gitarrist und Sänger Óskar Logi Ágústsson. Hier lassen sich ziemlich einfach Verbindungen zu Hendrix und Jimmy Page herstellen.

Noch bewundernswerter als die Gitarrenarbeit ist die Sangeskunst des jungen Mannes. Óskar bietet eine Mischung vieler berühmter Stimmen des Hard Rock und klingt dabei stets viel älter als er eigentlich ist. Der Fronter ist stimmlich versiert und kann sich mit rockigen Nummern genauso gut arrangieren wie mit Balladen á la „Do You Remember“. Zu keinem Zeitpunkt klingt der Sänger gezwungen oder überanstrengt. Der authentische Sound lässt auch nicht viel Bearbeitung zu, was darauf schließen lässt, dass der Sänger sein Handwerk tatsächlich beherrscht und nicht viel Technik erforderlich war um die richtige Atmosphäre zu erschaffen.

Trotz aller Vollkommenheit wird das Album nach und nach etwas zähflüssig. Irgendwann ist das Gehör einfach übersättigt von Soli und vom Vintagesound des Trios. Bis es aber soweit ist kann man die Platte schon einige Durchgänge am Stück hören und sich authentisch in eine längst vergangene Zeit versetzen lassen. The Vintage Caravan beeindrucken mit ihrer zweiten Langrille auf ganzer Linie und schrauben die Erwartungen für das nächste Studiowerk auf ein hohes Niveau. Man darf gespannt sein, ob der gebotene Level gehalten oder sogar überschritten werden kann.

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“