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The Studs: Studs

Eindrucksvoll zurückgemeldet
Wertung: 7.5/10
Genre: J-Pop Rock
Spielzeit: 26:19
Release: 29.06.2007
Label: Gan Shin Records

Ganz in schlichtem Weiß gehalten, starten The Studs nun auch in Deutschland durch. Und mit ihrer gerade einmal sechs Tracks umfassenden Debüt-EP “Studs“ hinterlassen die vier Japaner auch ein nicht uninteressantes Stück japanischer Rockmusik.

Was war Ende letzten Jahres bei den Fans von Kagerou das Gezeter groß, als bekannt wurde, dass sich die Band um Frontmann Daisuke endgültig trennen wird... Doch die Trauer hält in diesem Falle nicht allzu lange an, da Szene-Ikone Daisuke recht schnell ein neues Projekt ins Leben rief: So gründeten sich The Studs bereits im April diesen Jahres und legen nun mit dem selbstbetitelten “Studs“ einen ersten Vorgeschmack auf ihr Können vor. Somit können also die Songideen auf der “Studs“ - EP nicht frischer sein als hier: Es ist wirklich schon enorm beeindruckend, in welch kurzem Zeitraum sich die Band formierte und den entsprechenden Output lieferte. Ein großer Vorteil war hier sicherlich auch die Tatsache, dass sich mit Aie (Gitarre), Yukino (Bass) und Hibiki (Schlagzeug) drei „Veteranen der japanischen Musikbranche“ bei Daisukes neustem Projekt mit eingefunden haben: So spielte Aie im Vorfeld bei Deadman, Hibiki bei den Blast und Bassist Yukino gar bei den zwei Kapellen Gullet und Lynch.

Sprich: An reichhaltigen Erfahrungen im aktiven Musikgeschäft mangelt es diesen vier Herren sichtlich nicht und das merkt man der Produktion von “Studs“ auch ziemlich stark an. Ebenso ist es besonders lobenswert, dass sie mit The Studs nicht ihre alten Wirkungsstätten (respektive Bands) ideenlos kopierten, sondern zum größten Teil neue und eigene Wege beschritten...

Wo beispielsweise insbesondere bei Kagerou einst der rabiate Punkrock die Oberhand inne hatte, setzt “Studs“ viel mehr auf eine homogene Mischung aus japanischem Pop-Rock und Nu Metal. Lediglich wie auch schon bei ihren Vorgängern der Fall, setzt das energiegeladene Quartett in lyrischer Hinsicht rein auf ihre traditionelle Landessprache. Schade nur, dass gerade bei diesem Release vom Label Gan-Shin Records kein Booklet mit einer separaten Übersetzung beiliegt.

Im Durchschnitt liegt die Spielzeit der Songs auf “Studs“ bei etwas über vier Minuten pro Titel. Insofern geht die Gesamtspielzeit von 26 Minuten für eine EP völlig in Ordnung. Der Opener “False The Skin“ startet sogleich mit einem klassischen (rein männlichen) Backgroundchor, aus dem sich Daisukes Stimme ihren melodisch-rockigen Weg bahnt. Untermal von völlig unbeschwerten Rhythmen aus dem Pop- und Rockbereich, erweist sich der Titel als nahezu perfektes Einstiegswerk. “Disclosure“ steigert hingegen bereits das Spieltempo und wird in den Instrumentalpassagen deutlich druckvoller. Recht garstig hier auch die von Daisuke geschleuderten Vocals, die ihre explosive Wirkung nicht verfehlen.

Um einiges gemächlicher wird es dann beim nachfolgenden “Rain Drop“, das mehr auf harmonische Popstrukturen setzt. “Spread From Sister“ wirkt anschließend aber dann doch ein bisschen unentschlossen und langweilt zugleich durch eine nicht aufkommen wollende Grundstimmung. Deutlich besser wird dies aber dann wieder bei dem genialen Doppelpack “Thursday“ und “Tonight Is The Night“. Hier wirkt nicht nur der Gesang von Daisuke am aggressivsten und wütendsten, sondern zeichnet sich zugleich auch durch ihre deutliche Bandbreite an Vibrationen und Dynamik aus. Insgesamt zwei sehr schnörkellose und spritzige Rock- und Nu Metal - Hämmer, welche der EP ein sehr würdiges Ende bescheren.

Fazit: Respekt, meine Herren! Denn sich nach einer so kurzen „Auszeit“ gleich wieder so eindrucksvoll zurückzumelden, ist alles andere als selbstverständlich. Entsprechend dürfen wir zurecht erwartungsfroh der weiteren Dinge harren, die da (hoffentlich) kommen werden...

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