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The Spirit: Sounds From The Vortex

Frischer Tribut an die gute alte Zeit
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal / Black Metal
Spielzeit: 38:02
Release: 13.10.2017
Label: Eternal Echoes

Ob man es gut oder weniger gut findet, hängt, wie bei so vielen Dingen, auch beim Debütalbum der Saarbrückener Death/Black Metal Band The Spirit davon ab, wie man grundsätzlich zu der Sache steht. Jeder, der auf Innovation und gänzlich neue Ideen baut und diejenigen, die gern ein wenig „Post“ oder „Core“ hätten, dürfen „Sounds From The Vortex“ getrost schon mal ans Ende ihrer Playlist setzen und können hier aufhören zu lesen. Neuerungen gibt’s nämlich nicht, die Band hat vielmehr ihren ganz persönlichen Tribut an alte Helden geschaffen.

Wer also nichts gegen eine frisch eingespielte Hommage an Alben wie „The Somberlain“ oder „Storm Of The Light´s Bane“ der großartigen Dissection (Kurze Anmerkung: Man kann von Jon Nödtveit als Person halten was man will, aber die beiden gerade erwähnten Alben sind nun einmal Meilensteine.), wird seine Freude mit The Spirit haben. „Sounds From The Vortex“ atmet auch noch den Geist (Wortspiel!!!) anderer schwedischer Death/Black Metall-Kapellen aus den 90ern (beispielsweise Unanimated), aber als Haupteinfluss sind doch recht offensichtlich Dissection erkennbar. Hierbei einfach von einem Klon zu sprechen, würde der Arbeit der Saarländer jedoch nicht gerecht werden. Zwar sind die Parallelen zu den Vorbildern mehr als deutlich zu erkennen, trotzdem spielen The Spirit frisch und mit viel Elan auf, sodass es eine nostalgische Freude ist, dem Album zu folgen. Verdammt, so hätte „Reinkaos“ klingen sollen!

Was soll man nun schreiben, um den Musikstil zu erklären? Eingeschwärzter Death Metal mit prägnanten Gitarrenmelodien und aggressivem Schlagzeug. Das alles wird untermalt mit heiser gekrächzten Vocals. Hört sich halt an wie Dissection. Dass das Album in einem frostig-rauen Sound gehalten ist, versteht sich ja irgendwie von selbst.

Auch wenn die einzelnen Lieder sich stilistisch nicht unterscheiden (Ausnahme davon bleibt einzig das Intro), ist das Album trotzdem sehr kurzweilig und man staunt beim Hören immer wieder, wie gekonnt das alles wirkt. Musikalische Anfänger sind hier definitiv nicht am Werk.

Jetzt ist es natürlich so, dass The Spirit trotz ihres unbezweifelbaren Könnens dann doch nicht ganz an die Vorbilder heranreichen. Original ist eben doch Original. Aus diesem Grund wird ein Großteil der potentiellen Hörerschaft sich zwar für die Zeitreise und die Erinnerung an die alten Alben bedanken, auf Dauer aber wohl doch eher zu den Originalen greifen. So gut „Sounds From The Vortex“ auch sein mag.

Fazit: Das Rad erfinden The Spirit nicht neu, müssen sie aber auch nicht. Wer so gekonnt und kurzweilig den alten Helden huldigt, hat mehr als nur eine Daseinsberechtigung. „Sounds From The Vortex“ ist ein gelungenes und kurzweiliges Album, ob es Langzeitwirkung hat, darf allerdings bezweifelt werden.

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