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Artwork zur The Sorrow CD "Blessings From A Blackened Sky"

The Sorrow: Blessings From A Blackened Sky

Ein ganz großer Anwärter auf den Titel „Album des Monats Juli“
Wertung: 9.5/10
Genre: Metalcore / Screamo
Spielzeit: 50:22
Release: 27.07.2007
Label: Drakkar Records

Schon als ich mir die ersten akustischen Kostproben der österreichischen Metalcore – Newcomer von The Sorrow auf deren MySpace – Account gönnte, war ich schlichtweg begeistert. Dass das Debütalbum „Blessings From A Blackened Sky“ allerdings so ein mörderisch geniales Geschoss werden würde, damit hatte ich in der Form nicht gerechnet. Zwar kommt einem die Mischung aus US – amerikanischem Metalcore der Marke Killswitch Engage, einigen Schwedentod – Anleihen und modernem europäischen Metal (im Sinne von Caliban oder auch Bullet For My Valentine) nicht wirklich unbekannt vor, doch gibt es etliche Faktoren, mit denen The Sorrow einen nicht unbeachtlichen Großteil ihrer Konkurrenz locker hinter sich lassen.

So sind es zum Beispiel die Frische und die Spritzigkeit der Band, die man in jüngster Zeit in diesem Genre doch sehr vermisste , die „Blessings From A Blackened Sky“ so gut machen. Ständig hat man beim Hören das Gefühl, dass diese Band es wirklich wissen will und dass die vier Jungs alles für eine große Zukunft geben wollen; verbunden mit dem Umstand, dass sie es geschafft haben, mit einem ausgeklügelten Songwriting die Songs genau „auf den Punkt“ zu bringen. Und deshalb ist es auch ein unheimlicher Spaß, sich diesem Album zu widmen.

Eröffnet wird „Blessings From A Blackened Sky“ mit dem 50 sekündigen Song / Intro „Elegy“, welches bereits kurz demonstriert, wie es mit den restlichen Songs weitergeht. Und dies ziemlich furios, wie „The Dagger Thrust“ unter Beweis stellt. Ein wahnsinnig energiegeladener Song, mit vielen Moshpit – kompatiblen und treibenden Breaks sowie einem richtig schön melodischen, Metalcore - typischen Refrain. Ein Song, den man als Genre – Freund einfach lieben muss, besitzt er doch alles, was man von einem solchen erwartet. Sehr gut gefällt mir auch die Gesangsleistung von Frontmann Mätze, der in den Strophen mit ordentlich Wut im Bauch hier zu Werke geht, im Refrain allerdings auch unterstreicht, dass er über eine richtig starke Klarstimme verfügt.

„Death From A Lovers Hand“ beginnt im Midtempo und mit Fear Factory – artigen Schlagzeugparts. Mit dem Einsetzen der Vocals wird das Tempo deutlich angehoben, im weiteren Verlauf aber immer mal wieder variiert. Obwohl der Refrain des Songs, bei welchem die Band erneut auf die tollen cleanen Vocals ihres Frontmannes setzt, einmal mehr sehr eingängig gestaltet wurde, ist der recht chaotische und noisige Zwischenteil des Songs doch ziemlich anstrengend, aber „Krachfetischisten“ werden es garantiert mögen und so bekommt „Death From A Lovers Hand“ auch noch einen Pluspunkt für den gebotenen Abwechslungsreichtum.

Wo wir gerade beim Thema „Pluspunkte“ sind, einen solchen gibt es auch für das absolut göttliche Anfangsriff von „Knights Of Doom“. Der Song erinnert etwas an Killswitch Engage zu „The End Of Heartache“ Zeiten und da dieses Album meiner Meinung nach das absolute Highlight im US – Metalcore Sektor darstellt, ist dies als ausdrückliches Lob zu verstehen. Der Refrain ist mal wieder ein richtiger Ohrwurm und ich könnte mir „Knights Of Doom“ bestens als potentiellen Club – Hit vorstellen. Das darauf folgende unbetitelte Interludium gibt dem Hörer eine kurze Verschnaufpause, wenngleich man auf dieses Wirrwarr aus akustischen Gitarren und einigen Effektspielereien auch hätte verzichten können.

Von einer sehr emotionalen Seite zeigen sich The Sorrow bei „Numbers Of Failure“, bei welchem vor allem Sänger Mätze seinem Hass und seiner Verzweiflung freien Lauf lässt. Instrumental gesehen hat der Song über weite Strecken Walzen – Charakter und ebnet sich mit ordentlich Wut im Bauch seinen Weg in Eure Gehörgänge. Ein absoluter Glanzpunkt auf „Blessings From A Blackened Sky“ ist das unfassbar geniale „Far Beyond The Days Of Grace“, das mir vor allem wegen der melodischen Gitarren, die die Vocals in den Strophen unterstützen auch aus der metallischen Göteborg – Ecke hätten stammen können, und dem wahnsinnig intensiven Refrain so gut gefällt. Gleiches gilt auch für das ähnlich anmutende „From This Life“, dessen Mittelteil nach einer amtlichen „Wall Of Death“ auf den nächsten Konzerten nur so schreit.

Bei „Her Ghost Never Fades“ sind die Parallelen zu den im Review schon genannten Killswitch Engage dann erneut nicht zu überhören. Erneut ein sehr intensives Stück mit viele Takt- und Stimmungswendungen. Nun muss ich leider zum ersten (und letzten) Mal in diesem Review Kritik äußern, welche das folgende „Darkest Red“ betrifft. Nicht, dass der Song nun schlecht wäre, aber man hat hier einen meiner Meinung nach schwerwiegenden Fehler gemacht. Wären da nämlich nicht diese absolut unnötigen, zwischenzeitlich auftretenden Längen, hätte „Darkest Red“ mit seinem überaus griffigen Refrain DER Hit des Album werden können. „Thirteen Years“ ist dann am ehesten als typischer The Sorrow – Song zu bewerten, der richtig gut ist, aber nicht unbedingt ganz zur Speerspitze des Albums gehört.

Und für das Ende von „Blessings From A Blackened Sky“ hat sich die Band noch ein ganz besonderes Highlight in Form von „Saviour, Welcome Home“ vorbehalten. Dieses startet sehr gediegen mit schönen akustischen Gitarren, bis ein Intermezzo aus Metalcore und sehr old – schooligen Metaleinflüssen den Hörer in die Knie zwingt. Über sieben Minuten lang können The Sorrow hier nochmal ihr ganzes Können und ihr gesamtes Talent ausspielen.

Auch der Sound des Albums, an welchem die Band mit Produzent Toni Meloni (Caliban, u.a.) zusammengearbeitet hat, verdient eine kurze Erwähnung. Dieser kommt sehr druckvoll aus den Boxen, ist aber auch schön rau und old – schoolig gehalten. Klasse!

Fazit: Im Februar wurden The Sorrow noch mit der Auszeichnung „Demo des Monats“ im Metal Hammer ausgezeichnet, nun ist das Debüt „Blessings From A Blackened Sky“ ein ganz großer Anwärter auf den Titel „Album des Monats Juli“. Auch in der Kategorie „Newcomer des Jahres 2007“ dürfte die Band am Ende des Jahres ganz weit oben in den Ranglisten zu finden sein. Man kann The Sorrow und Drakkar Records zu diesem ganz heißen Eisen nur gratulieren. Ein Pflichtkauf für alle Genre – Fans!

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