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The Seventh Power: Dominion & Power

Eher mäßiger Sabbath-Abklatsch
Wertung: 5/10
Genre: Classic Rock
Spielzeit: 40:22
Release: 26.09.2008
Label: Retroactive Records

Ja, das hat die Welt unbedingt gebraucht! Eine weitere christliche Band, die mit ihren aufdringlichen Texten versucht, uns zu bekehren, die in jedem Song betont, wie toll Jesus ist und wie einzigartig es ist, wenn man an ihn glaubt und ihn an seiner Seite weiß. Immer schön beten, damit ihr in den Himmel kommt, bloß nicht selber denken, das übernimmt Gott schon.

Nee, ganz ehrlich: Glauben kann jeder, woran er will; sei es Jesus, Allah, der Weihnachtsmann oder der Osterhase und wenn einer meint, Gott würde schon alles für ihn richten und Eigeninitiative, um sein Leben im Griff zu haben, sei völlig überflüssig, dann kann er das meinetwegen so sehen, so armselig ich das auch finde, ist ja nicht mein Problem – aber bitte nicht versuchen, andere zu missionieren und diese Botschaft einzutrichtern, denn andere wollen davon vielleicht nämlich gar nichts wissen.

Und wenn ich dann noch in einem Text wie von „Under The Altar“ lesen muss „under the altar of the souls/those who had been slain/for the word of God“ dann muss ich mich schon fragen, in welcher Welt The Seventh Power eigentlich leben? Soll man jetzt Mitleid mit den armen Christen haben, die zu den Kreuzzügen aufbrachen, um anderen ihren Glauben aufzuzwingen und diejenigen töteten, die keine Lust darauf hatten, vielleicht aber teilweise auch selbst getötet wurden, weil die bösen Muselmanen es wagten, sich gegen ihre Assimilierung zu wehren? Kann ja wohl nicht euer Ernst sein, oder?

Aber man musste ja Schlimmstes befürchten, wenn man liest, dass Robert Sweet bei diesem Projekt am Start ist, seines Zeichens Drummer der Bibelwerfer Stryper...

Musikalisch bewegt man sich auf sicherem Terrain: Gespielt wird Classic Rock der Marke Siebziger/frühe Achtziger, ein wenig an Black Sabbath erinnernd, ohne deren Düsternis und Durchschlagskraft zu erreichen. Das ist selbstverständlich alles andere als innovativ. Technisch kann man The Seventh Power keinen Vorwurf machen, die Gitarrensoli vom Opener und Titeltrack „Dominion And Power“ oder von „Sacrificial Blood“ zum Beispiel können sich durchaus hören lassen, aber dass der Sänger so besonders toll oder das Songwriting völlig überragend wäre, wie angekündigt, kann man nun wirklich nicht behaupten. Sagen wir, es ist solide, aber eben wenig abwechslungsreich, von plakativen Titeln wie „King Of All Kings“ (oh, noch nie gehört...) mal ganz abgesehen. Man tut damit niemandem weh – das tut man eher mit den Texten...

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