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The Seventh: Cursed Earth Wasteland

Hart, kompromisslos, gut
Wertung: 9.5/10
Genre: Black Metal , Death Metal
Spielzeit: 41:17
Release: 07.07.2007
Label: Shiver Records

Die belgische Formation The Seventh besteht mit dem ersten festen Line-Up und unter diesem Bandnamen seit 2003. Nach der Mini-CD namens „Only Die Blackness Radiates“ im Jahre 2005 folgt nun der erste Full Length- Kracher „Cursed Earth Wasteland“. Passend zum Bandnamen wurde diese Scheibe dann auch am 07.07.07 veröffentlicht. Nettes Gimmick, aber diese Jungs können sich so was leisten. Warum, könnt ihr weiter unten lesen…

Beginnen wir unseren musikalischen Exkurs in das Land der besten Pommes mit „Shades Shall Lead“, einem instrumentalen Intro, das die Karten noch nicht auf den Tisch legt, mit denen die Jungs dann schon zu Beginn von „Structure“ ihre Trümpfe nach und nach ausspielen.

Bei dem überirdischen „Creator Of A Desert Land“ bekommt der geneigte Genre-Fan alles um die Lauscher geballert, was das Herz begehrt: Growls, Screams, Doublebass-Attacken und hammerhartes Riffing. Für mich ist dieser Song DER The Seventh-Song schlechthin. In diesem Sinne: Scheiß auf die Nachbarn… Lautstärke auf 10 und mitgebangt, bis die Muskeln übersäuern!

Und der Titelsong „Cursed Earth Wasteland“ erst … Ich muss aufpassen, dass ich hier an dieser Stelle nicht zu sehr ins Schwärmen gerate … Ich sage nur: Verdammt variabel in der Geschwindigkeit und deshalb auch gut ausgetüftelt, erzeugt das Hemmerteil eine recht düstere und bedrohliche Stimmung. Wah, ist dieser Song geil!

Nach einem kurzen Moment der besinnlichen Ruhe wird das Gaspedal bei „Dominion“ erbarmungslos bis auf´s Bodenblech herunter gedrückt. Die Jungs haben hier etwas ganz Interessantes parat, und zwar bauen sie hier und da immer mal wieder ein paar Gitarrentöne ein, die man sonst eher im Metalcore-Bereich findet. Passt sich aber wunderbar in das Gesamtkonstrukt ein und unterstreicht das spielerische Können der Belgier.

„Mankind-Human“ beginnt mit verzerrten Klängen, bis ein düsterer Eingangsgrowl zu vernehmen ist. Ist zwar auch recht gut, kann aber mit den restlichen, ganz starken Songs des Albums nicht so recht mithalten. Groovy, aber zur gleichen Zeit unbarmherzig heavy ist das mächtige „New Born Breed“. Die Arbeit, die an den Drums geleistet wird, ist wirklich sehr beeindruckend, meine Hochachtung! Im recht flott daherknüppelnden „Born In Winter“ wird wieder sehr schön variiert zwischen Growls und Screams, die es hier in diesem Song sehr gut auf den Punkt bringen, wenn es um die Erzeugung der Stimmung geht.

Das ebenfalls mächtige „Tesselation“ beginnt zunächst ein wenig ungewohnt für die Töne, welche die Jungs sonst so anschlagen: sehr melodische Gitarrenklänge bestreiten nicht nur den Beginn des Songs. Schöner Kontrast, den die Jungs im weiteren Verlauf dieses Stückes auch immer wieder mal einfügen. Das können sie auch tun, denn das steht ihnen auch sehr gut zu Gesicht und zeigt, dass die Jungs nicht nur das Knüppeln perfekt drauf haben. Überzeugt vollends!

Auch „The Great Mortality“ schlägt den Weg Richtung mehr Melodie ein. Jungs, das klingt echt geil, gebt uns mehr davon! Auch dieser Song vereint Melodie mit wuchtiger Härte – Großer Song! 

„Vigier“ als letzter Song des Debuts haut noch einmal alles raus, was die Band an harten Attributen zu bieten hat. Die Jungs wirken fast wie entfesselt, dabei aber keineswegs kopflos, dafür viel mehr furios. Nur ein klein wenig schade ist, dass der Song am Ende ausgefaded wird. Trotzdem haben sie mich nach diesen knapp 40 Minuten voll auf ihre Seite gezogen. Ein starker Abschluss eines noch stärkeren Albums, das durch seine perfekt durchdachte Struktur zu keiner Zeit sich auch nur dem Dunstkreis eventuell auftretender Langeweile nähert.

Das Mastering der Scheibe übernahm niemand Geringeres als Tue Madsen. Und was das bedeutet, muss ich hier doch wohl nicht noch einmal explizit erwähnen, oder? Versteht sich von selbst, dass dieser Mann ein Garant für perfekte Arbeit ist, und so auch auf dem Debut von The Seventh.

Ich wünschte echt, die Jungs aus unserem Nachbarländle würden auch mal deutsche Locations in Schutt und Asche legen mit ihrer klasse Mucke. Bis das aber hoffentlich irgendwann mal passieren wird, werde ich halt die CD des öfteren in meinem Player kreisen lassen.

Fazit: So und nicht anders sollte ein Mix aus modernem Black- und Death Metal klingen. Daher sag ich: Kaufen, kaufen, kaufen! Heißer Anwärter für meinen Newcomer des Jahres 2007!

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