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The Search: The Search For Connection Contact And Community

Düstere Popmusik aus Schweden
Wertung: 7/10
Genre: Indie Rock/Pop
Spielzeit: 53:09
Release: 30.09.2011
Label: Danse Macabre

Allein der Titel ist eine Zusammenfassung dessen, was die Gesellschaft heute ausmacht. Wir sind verbundener denn je. Wir können im Nu mit jedem auf der Welt Kontakt aufnehmen, wissen exakt, was Menschen am andere Ende der Welt machen und beurteilen uns darüber, wie viele Freunde in unserer Liste stehen und doch ist Welt einsamer denn je. Alles findet im virtuellen Raum statt, nichts oder kaum etwas vor der eigenen Haustür. The Search haben sich dessen angenommen und geben sich den verschiedenen Themen in ihrem Album „The Search For Connection Contact And Community“ hin.

Herauskommt ein eher düsteres Indierock-Album mit vielen Facetten. Gerade auf die Lyrics haben sich die Schweden enorm konzentriert, so dass jedes Stück, ohne eines herausheben zu können, eine Ansprache an jeden in dieser teils vereinsamten Welt ist. Das Dunkle von Schweden schaffen The Search durchgehend zu transportieren und das Album sollte auf keinen Fall an einem dunklen Nachmittag, wenn eh alles gefühlt „vorbei“ ist gehört werden, denn aufhellen wird es keine Stimmung.

Es beginnt melancholisch mit „Silent Days“ und es thematisiert die Einsamkeit, die jeder kennt. Man wacht auf und fühlt sich, als sei niemand anderes da. Düstere Riffs, depressive Keys betonen die Grundstimmung des Songs. Ähnlich ist „Age Of The Hermit“ aufgebaut, auch hier gelingt es der Band eine Stimmung heraufzubeschwören, dass man sich als einer der Insassen der verschiedenen Boxen fühlt. Auch „From The Glass Jar“ ist endlos traurig und reißt einen in den Sog der Melancholie.

An dieser Stelle stoppt man zum ersten Mal den CD Player und hält inne. Auch wenn gerade die Grundstimmung fröhlich war, sinkt man immer weiter in ein finsteres schwarzes Loch. Dem Sänger der Band The Search Razmig Tekeyan ist kein großes Stimmpotential inne. Er hat eine tiefe, traurige Stimme, aber sie klingt Song für Song gleich und er zeigt wenig Facetten. Es passt zu den durchweg traurigen Songs, aber so schaffen es die Schweden nicht, im Ohr zu bleiben mit einem einzigen Stück. Immerhin gibt es aber Stücke, die nicht tief depressiv sind. Mit „Jet“ wird es etwas weniger traurig.

Generell haben wir es hier mit einem Album zu tun, welches Softrock enthält, keines der Stücke hat genug Power, um einen aus der entstandenen Lethargie zu reißen und man stellt sich quasi vor, dass die Songs in der langen dunklen Winterzeit in Schweden aufgenommen wurde. Die Thematik, die der Titel verspricht, wird nur zum Teil aufgenommen, wenn auch jeder einzelne Song eine bestimmte Form der Einsamkeit anspricht, es wirkt nicht rund. Entstanden ist ein Album für ruhige Herbstabende, für Tage, an denen man zu zweit (ganz wichtig) ist. Nicht zu empfehlen ist es für Leute, die gerade unter Liebeskummer zu leiden haben.

Die Jungs verstehen ihr Handwerkszeug, die Lyrics sind gut aufgebaut, aber es fehlt durchweg das gewisse Etwas, damit das Album nicht direkt wieder in Vergessenheit gerät.

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