Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Scourger: Blind Date With Violence

Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 71:8
Release: 06.10.2006
Label: Cyclone Empire

In ihrer Heimat Finnland haben The Scourger bereits den Durchbruch geschafft - inklusive einer Nr. 1 und einer Nr. 2 in den finnischen Singlecharts (!!!) - und nun will die Band mit ihrem Debütalbum “Blind Date With Violence” auch international Fuß fassen. Wer nun allerdings vermutet, dass die Band sich, wie so einige ihrer Landsleute, in eingängigen oder gar kommerziellen Gefilden bewegt, der könnte falscher kaum liegen, denn auf “Blind Date With Violence” wird das Metal - Gaspedal konsequent bis zum Anschlag durchgetreten.

Die 2003 gegründete Band, um den ehemaligen Gandalf - Sänger Jari Hurskainen, verbindet auf ihrem Debütwerk traditionellen Thrash Metal mit moderneren Metal - Einflüssen und dürfte so fast jeden Genrefreund überzeugen können. Zwar wird dieses Genre auf “Blind Date With Violence” keineswegs neu erfunden, aber The Scourger besitzen eine Frische, eine Unverbrauchtheit und eine Intensität, von denen viele andere Bands nur (noch) träumen können.

Der Hörer sollte sich hierbei nicht von dem kurzen, fast schon doomigen, Intro des ersten Songs “Decline Of Conformity/Grading:Deranged” hinters Licht führen lassen, denn bereits nach einer Minute prasselt auf diesen ein gewaltiges Riffgewitter nieder, welches dem keifenden, hasserfüllten Gesang von Jari den Weg ebnet. Weiter geht es im Anschluss mit der Nr. 1 - Single “Hatehead” und der Nr. 2 Single “Maximum Intensity”, bei denen der Name wirklich Programm ist.

Eine Notiz am Rande: Das “Maximum Intensity” sogar die letzte Slayer - Single verdrängen konnte, spricht wahrlich für die Qualität des Songs und auch des gesamten Albums.

Beide Songs gehören deutlich zu den Highlights der Platte und sollten die Herzen der Metal - Szene eigentlich im Sturm erobern können, was angesichts des Härtegrads vielleicht etwas paradox klingt, doch als so mitreißend empfinde ich die Songs einfach. Ganz ähnlich geht es mir mit “Enslaved To Faith” und “Exodus Day”, wobei ich mit dem eingängigen “Pain Zone”, meinen absoluten Favoriten, bereits nach dem ersten Durchlauf des Albums gefunden habe. Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass nicht jeder Käufer von “Blind Date With Violence” dies genauso sieht, was hauptsächlich daran liegen dürfte, dass die dichten Keyboardteppichen im Hintergrund des Songs garantiert nicht bei allen Thrash - Fans auf offene Ohren stoßen werden.

Somit wären wir eigentlich am Ende der Besprechung des regulären Albums angekommen, doch im Gegensatz zur finnischen Version von “Blind Date With Violence”, ist die Neue zusätzlich mit insgesamt sieben Bonustracks ausgestattet. Wie heißt es doch so schön: Value for money. Diese sind zwar nicht unbedingt essentiell, aber doch bei weitem interessanter, als das, was man so oft von den Plattenfirmen und Bands als Bonustracks vorgesetzt bekommt.

Den Anfang machen mit “Ghost Of War” (Slayer) und “Over The Wall” (Testament) zwei gelungene Coverversionen, die deutlich den musikalischen Background der Band untermauern. Darauf folgen mit “The Greediness” und “Black Worms” noch zwei Eigenkompositionen, die leider nicht ganz mit dem Songmaterial des eigentlichen Albums mithalten können, deren Qualität, aber dennoch weit über dem üblichen B - Seiten - Niveau liegt. Interessant sind auch die drei authentischen, nicht auf Hochglanz polierten Livemitschnitte vom diesjährigen Toska - Festival, welche zeigen das The Scourger auch live einiges drauf haben.

Fazit: “Blind Date With Violence” ist nicht nur ein toller Albumtitel, sondern ist auch eine überzeugende Platte und gehört eigentlich auf den Einkaufszettel eines jeden Thrash Metal - Fans.

comments powered by Disqus

Erneut eine eindrucksvolle Bewerbung um den Titel „Konzert des Jahres“

Vom pinkfarbenen Cover hin zum Boxen

Das Wandern ist des Metallers Lust

Refuge, Teutonic Slaughter und Kadaverficker beim Saunafest