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The Satellite Year: Brooklyn, I Am

Glanzmomente sind vorhanden, Tiefgang eher weniger
Wertung: 6,5/10
Genre: Pop-Punk, Rock
Spielzeit: 46:02
Release: 06.03.2014
Label: Midsummer Records

Kontrastprogramm deluxe: Eben noch durchschnitt experimenteller Mathcore-Black-Metal mit Jazzeinflüssen die morgendliche Stille, im nächsten Moment schmiegt sich der poppig-ungefährliche Sound von The Satellite Year ans Innenohr. Bereits 2011 hatte die Truppe mit „Mission: Polarlights“ trotz sehr poppig ausgelegtem Sound 7,5 Punkte eingefahren, die amerikanischen Einflüsse waren kaum zu überhören gewesen, Pluspunkte gab es allerdings dafür, dass The Satellite Year sich trotzdem mit kleineren Experimenten vom Mainstream-College-Punk abheben konnten. Allein, dass die Band sich in den vergangenen Jahren mit so unterschiedlichen Bands wie NOFX, Bullet For My Valentine oder Silbermond die Bühnen teilte, zeigt schon, wie weit gefächert die Fans mittlerweile aufgestellt sind.

Mit „Brooklyn, I Am“ steht nun also seit Mai die neue Platte der Saarländer im Regal, optisch kommt das gute Stück schon mal sehr schön gestaltet daher – das Cover würde sich sicherlich auch perfekt an einer LP-Version machen, zu erwerben gibt es die Scheibe bisher aber nur als CD oder in digitaler Form.

Ein bisschen übertreiben die Herren es ja stellenweise; da sticht zum Beispiel „Early In December“ eher negativ heraus, das ein wenig zu viel Kitsch absondert. Andererseits bringen The Satellite Year mit dem Opener „That This Was Wrong“ ein bisschen Sonne in das trübe Samstagswetter. Frisch und frei pop-punken die Fünf drauflos, da klingt sogar ein nicht so positiver Text nach Sommer, Sonne und sorgenfrei. Beim elektronisch verpackten „Tarantino: Part II“ (zu dem es auf dem Vorgängeralbum übrigens keinen „Part I“ gab) kann man sich den bereits im letzten Review aufgestellten Vergleich mit Bands wie Saosin oder Alesana einfach nicht mehr verkneifen, obwohl letztere ja zumindest einen Schreihals beschäftigen. Witzig ist aber das fast an die New-Wave-Fraktion der Achtziger erinnernde Keyboard, das The Satellite Year hier einsetzen und das dann doch wieder den Wiedererkennungswert steigert.

Ein bisschen lassen die Fünf allerdings die Unbeschwertheit vermissen, die auf „Mission: Polarlights“ so verbreitet war. Eine Spur zu viel Pop wurde über die neue Scheibe gestreut, eine Spur zu wenig Tiefe ist zu spüren, manche Songs klingen gar regelrecht austauschbar. Auf der Habenseite stehen dann allerdings wieder Gänsehaut-Songs wie „Fireworks“, das sicherlich einer der besten Songs ist, den die Band bis dato abgeliefert hat.

„A Satire Of What Went Wrong With The American Life“ (im Booklet übrigens betitelt mit „A Satire Of What’s Wrong With The American Life“, ein hübscher Druckfehler) lässt einen dann doch noch mal verwirrt auf die Bandhistorie schauen; aber nein, tatsächlich, die Jungs kommen immer noch aus dem Saarland und nicht aus Kalifornien. Trotz des vollmundigen und irgendwie sperrigen Titels reiht sich das Stück aber in die Liste der Tracks ein, die eher an einem vorbeiplätschern statt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Schade ist das insbesondere deshalb, weil starke Songs wie „Firworks“ ja durchaus in den Fähigkeiten der Band liegen. Natürlich fällt das Ganze wieder unter das Hasswort „Geschmackssache“, aber ein bisschen weniger seichter Pop und ein bisschen mehr Tiefgründigkeit hätte „Brooklyn, I Am“ vielleicht nicht geschadet. Beispielsweise wird mit „Universe“ ein Song kreiert, der in den Strophen absolut überzeugt, dessen Refrain aber nur mäßig dazupassen möchte – das folgende „Not A Relief, Not A Resort“ verfügt ebenso über super-tanzbare Electro-Samples und einen ebensolchen Refrain, dafür tritt aber vor allem die erste Strophe leider ziemlich auf die Bremse. Somit landen die Jungs diesmal nur im Mittelfeld, „Fireworks“ kriegt aber noch die ein oder andere Ehrenrunde.

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