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The Resistance: Torture Tactics

Beileibe nicht schlecht und ja auch schnell wieder vorbei
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 27:43
Release: 27.02.2015
Label: earMUSIC/ Edel

Schnell mal wieder was von sich hören lassen, also her mit einer EP, so könnte man vorschnell bei der Death-Metal-Abrissbirne The Resistance denken, wobei man auch nicht außer Acht lassen darf, dass sich in der Vergangenheit viele schon am All-Star-Team der Schweden aufgeilten, wenn halt Namen wie The Haunted, In Flames oder auch Nightrage in die Runde geworfen wurden – so sahen dann auch die Bewertungen bei der Anfang 2013 veröffentlichten „Rise From Treason“-EP sowie der kurz danach schon nachgeschobenen Langrille „Scars“ aus.

Jetzt haben wir 2015 und irgendwie scheint sich wieder alles zu wiederholen, denn mit „Torture Tactics“ liegt nun ein weitere EP vor, die dann im Laufe des Jahres mit einem weiteren Album „komplettiert“ wird, hier auch noch durch vier weitere Songs auf eine Spiellänge von fast 28 Minuten aufgeblasen. Das ist dann aber auch schon alles, was sich da wiederholt, denn heutzutage haben sich dann The Resistance schnell mal aller melodischen Reste erledigt und ballern mit störrischer Schweden-Ruhe einen hasserfüllten, mit reichlich Hardcore-Esprit ausgestatteten Todesbrocken heraus.

Den Blick wollen wir hier ein wenig auf die sechs neuen Nummern am Anfang der EP fokussieren, was dann auch ungefähr die Hälfte auf dem Silberling ausmacht. Und da bleibt dann leider nur ein gutes „solide“ übrig, denn was das Göteborger/ Stockholmer Konglomerat da fabriziert, ist zwar knackig und immer wieder auf den Punkt gezockt, aber leider auch genau das, was so unendlich viele Bands aus der parlamentarischen Monarchie eben auch zocken. Gleich, ob der stark knatternde Opener „For War“ mit der herausragend knallenden Drummerarbeit, das wesentlich grooviger angelehnte, nichts desto trotz genauso auf den Todespunkt konternde „Dead“ oder aber die leicht chaotisch wirkende Prügelorgie, aber auch amtlich groovende „Deception„-Nummer – The Resistance knallen einem recht kompromisslos vor dem Latz und blicken dabei gar nicht neben sich, ob denn da nicht auch irgendwo eine melodische Idee zu verwerten sei. Völlig anders gestaltet sich dagegen „Dying Words“, denn hier tut sich dann endlich ein Moloch an schwerer Melodie auf und spielt auf der Klaviatur der epischen Melancholie.

Bei den vier weiteren, schon vorher veröffentlichten Songs kommen dann immer wieder die Ursprünge der beteiligten Musiker zum Zuge. „Face To Face“ strotzt nur so vor In Flames-Einflüssen, „Bend - You Break“ lebt dann von den Gangshouts und seine offensichtliche Hardcore-Attitüde mit thrashlastigen Riffs aus – die erste Nummer stammt übrigens von der EP „Rise From Treason“, zweitere vom Debüt. Warum jetzt aber diese vier Songs der EP beigefügt wurden, erschließt sich nicht wirklich, nimmt man aber gerne als Bonus mit, sind sie als Einstieg zu den beiden Erstwerken allemal geeignet.

Namen sind wie Schall und Rauch, nur in der Metalszene halt nicht, wo man sich gern traditionsbehaftet zeigt und auch wirklich das „Fandasein“ kultiviert. Ob das aber bei The Resistance reicht? „Torture Tactics“ ist beileibe nicht schlecht und ja auch schnell wieder vorbei, aber das war es dann auch schon wieder. Kann man haben, muss man aber nicht.

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