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The Resistance: Scars

Klar ein Teil der Speerspitze in den brachialeren internationalen Gewässern
Wertung: 8/10
Genre: (Melodic) Death Metal
Spielzeit: 39:36
Release: 10.05.2013
Label: earMUSIC / Edel

Die Mischung macht's und sie definiert im Falle von The Resistance auch ganz klar den Sound: Dass die All-Star-Truppe typisch schwedisch klingt, ist spätestens nach Durchsicht des Cover-Inlets als logische Konsequenz akzeptiert, schließlich trumpfen hier Hausnummern wie der ehemalige In Flames-Saitendehner Glenn Ljungström, der geschiedene The Haunted-Frontmann Marco Aro und Ex-Grave-Fellgerber Chris Barkensjö noch einmal richtig deftig auf. Dass der Sound des Debütalbums eine bunte Mixtur aus diesen drei Bands ist, verwundert ergo kaum, wenngleich sich die melodische Schlagseite im Camp von The Resistance recht schnell als die beliebtere durchsetzt - und damit auch der Vergleich zu illustren Kapellen wie The Crown, subtrahiert man deren Rock-&-Roll-Kampagne vom letztendlichen Klang des neuen Albums.

Doch es sind viele alte Bekannte, die man auf "Scars" antrifft. Das deftige Brett im Opener "Clearing The Slate'" sowie die Abrissbirne namens "Expand Or Expire" erinnern an die guten alten Zeiten von Dimension Zero, The Crown und The Haunted respektive deren thrashige Nuancen sind ebenfalls allgegenwärtig, und wenn die alte Göteborg-Schule auf den Groove der schwedischen Hauptstadt trifft, dürften Old-School-Fans genauso brutal aus dem Häuschen sein wie die jüngeren Nachzügler, die nicht direkt mit diesem Sound aufgewachsen sind, ihn aber als Ursprung einer ganzen Szene anerkannt und lieben gelernt haben.

Natürlich darf man The Resistance daher auch vorwerfen, ihren Namen zu nutzen und sich somit effektiv gegen jedes Anzeichen von Originalität zu sperren. Ja, richtig: originell oder gar fortschrittlich ist die erste Full-length der Schweden absolut nicht. Doch sind solche Attribute im klassischen Elchtod überhaupt gefragt, ganz besonders vor dem Hintergrund, dass die Szene ohnehin schon nicht mehr viel von ihrer eigentlichen Basis übrig behalten hat? Wohl eher nicht. Stattdessen liebäugeln Bands wie diese wohl eher mit dem Kontrastpart, den Acts wie Soilwork und In Flames ganz klar einfordern, um eine absolute Einspurigkeit des melodischen Death Metals zu vermeiden. Und in dieser Schiene sind The Resistance nicht nur eine der stärksten frischen Combos, sondern ganz klar ein Teil der Speerspitze in den brachialeren internationalen Gewässern.

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