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The Resistance: Rise From Treason

Nach dieser leckeren Vorspeise gelüstet es auch nach dem Dessert
Wertung: keine/10
Genre: Old School Swedish Death Metal
Spielzeit: 12:45
Release: 25.01.2013
Label: earMusic

Die 2011 gegründete, in Göteborg angesiedelte Formation „The Resistance“, veröffentlicht am 25.01.2013 ihre erste EP „Rise From Treason“. Mit von der imposanten Partie dürfen nicht geringere als die beiden ex-In Flames Gitarristen Jesper Strömblad und Glenn Ljungström sowie Shouter Marco Aro (ex-The Haunted / Facedown) und Drummer Chris Barkensjö (ex-Grave, ex-Kaamos) genannt werden. Wenn derart hochkarätige Gourmet-Meister des Schwermetalls eine Suppe köcheln, dürfte wohl eine recht explosive Rezeptur im Hexenkessel zu erwarten sein.

Leise beginnend, in einen unheimlich gruselig angehauchten Ghost-Bells-Sound getaucht, sollte es bei dem ersten Streich „My Fire“ bereits nach 33 Sekunden so richtig zur Sache gehen. Die komplette Instrumentierung bricht mit einem gewaltigen Bombardement in die bisher vorherrschende Stille und eröffnet das Feuer. Fette Riffs donnern mächtig und kompromisslos in die Zuhörerschaft. Die mehrspurig aufgenommenen Growls verleihen dem wütend, aggressiv, brachialen Gesang eine zusätzlich dichte und voluminöse Note. Zerstörerisch und rücksichtslos planiert die Drum-Walze den letzten röchelnden Atemzug. Abgrundtief gestimmte Gitarrenwände wummern verzerrt aus den Tiefen der Hölle und untermauern damit eine unaufhaltsam nahende Untergangsstimmung.

Kaum sieht man sich dem Geschehen bereits hilflos ausgeliefert, leitet die zackig eingesetzte kriegerische Snare verlockend über zum zweiten Angriff „Face To Face“. Die melodisch, teils disharmonischen Gitarrenlinien halten sich anfangs noch dezent im Hintergrund, welche jedoch jäh durch die dunklen Wolken brechen und mit wunderschönen Melodien die Hoffnung (noch) nicht sterben lassen. Sie entführen unerwartet, aber mit perfekt initiiertem Übergang, in malerische In Flames-Landschaften. Doch bevor man sich's versieht, schlägt einem der nächste Knüppel ins Genick. In diesem fortlaufend abwechselnden Spiel des Schwedentodes in höchster Old-School-Manier schreitet die Truppe gnadenlos voran.

Die beiden letzten Nummern „Rise From Treason“ und „Slugger“ vollenden das knüppelharte, wuchtige Projekt. Fette, ultra groovige Parts sowie rasende Blastbeats, gepaart mit Punk-Rhythmen und Double-Bass-Einsätzen auf hohem Niveau prägen die abschließenden Darbietungen. Hier sollte man sich  für die diesjährig geplanten Livekonzerte / Festivals bereits jetzt schon mal ordentlich warm bangen. Erinnerungen an frühere Entombed kommen nicht von ungefähr, allerdings präsentiert sich das gesamte Soundprofil in etwas modernerem Gewand.

Summa summarum: „Rise From Treason“ bedeutet brutal, kompromissloser Swedish Old School Death Metal ohne jegliche Deko oder unnötig schnödem Schnickschnack inclusive leichtem Hardcore-Touch. „The Resistance“ hin oder her - hier scheint Widerstand zwecklos. Nach dieser leckeren Vorspeise gelüstet es auch nach dem Dessert. Die endgültige Punktevergabe erfolgt nach Erscheinen des Longplayers - voraussichtlich in der zweiten Maihälfte.

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