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The Reasoning: Dark Angel

Neuer Richtung, bessere Songs
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Rock
Spielzeit: 51:35
Release: 09.10.2008
Label: Comet Music

The Reasoning sind eine britische Melodic Rock-Band, die 2005 gegründet wurde. Mit „Dark Angel“ erscheint nun ihr zweites Album.

Die Band spielt eine Mischung aus Melodic Rock und NeoProg, wobei die progressiven Einflüsse noch eher im Hintergrund stehen. Im Gegensatz zum Vorgänger „Awakening“ geht es nun jedoch eine Spur härter zur Sache, was vor allem an Neuzugang Owain Roberts liegen mag. Man setzt trotzdem weiterhin auf eingängige Melodien und angenehme Harmonien, sowie eingestreute Akustikgitarren- und Piano-Parts. 

The Reasoning scheinen auf diesem Album alles richtig machen zu wollen und gehen daher meist auf Nummer sicher, auch wenn mehr möglich gewesen wäre. So sind Titel wie „How Far To Fall“ oder „Dark Angel“, der Titeltrack, trotz allem gut, fallen aber im Vergleich zu den anderen etwas ab.

Diese neue Gangart erkennt man vor allem beim wohl härtesten und flottesten Song „Call Me God?“, welcher mit einem verworrenen Gitarren-Intro beginnt und sich dann klanglich immer rockiger gestaltet. Nach einem kurzen ruhigen Intermezzo zum Luftholen wird es dann noch mal flott gegen Ende.

Ansonsten sind die Tracks eher im ruhigen oder unteren Mid-Tempo-Bereich angesiedelt. „In The Future“ und „Absolute Zero“ tendieren dabei in Richtung (Halb-)Ballade, während „Breaking The 4th Wall“ ein gutes Mittelding ist. Jedoch soll man nicht denken, dass ebendieses Stück auch qualitativ nur Mittelmaß ist. Nein, hier bekommt man den wohl stärksten Song des Albums geboten. Es beginnt ruhig mit einem Intro der Akustik-Gitarre, zu der sich schon bald das Piano gesellt. Folgend liefern sich Rachel Cohen und Gareth Jones ein sehr starkes Duett, welches einem zweifelsfrei die sehr guten stimmlichen Qualitäten der beiden vermittelt. „Breaking The 4th Wall“ ist ebenfalls einer der emotionaleren Tracks, was vor allem an der starken Atmosphäre liegt, die hier kreiert wird, ebenso wie am den wirklich guten Melodien und Harmonien und dem gut arrangierten Wechsel zwischen balladesken Parts und Mid-Tempo-Passagen. Für diesen Song muss man der jungen Formation Respekt zollen. 

Ähnlich geht es beim Rausschmeißer „A Musing Dream“ zu. Mit neun Minuten ist es das längste Stück auf dem Longplayer, jedoch gleichzeitig auch das abwechslungsreichste und vielseitigste. Dabei wird der rote Faden jedoch nie aus der Hand gegeben. Das einzig Negative an diesem Titel ist das sehr abrupte Ende, das trotz der langen Spielzeit sehr plötzlich kommt.

Eine Besonderheit von The Reasoning ist ihr dreifacher Gesang. Neben Rachel Cohen stehen auch Dylan Thompson und Gareth Jones am Mikrofon. Im Gegensatz zum Debütalbum ist es nun aber nicht mehr so, dass jeder Sänger in einem Stück einen Part singt, sie sich also permanent abwechseln. Nun hat man es so arrangiert, dass meist einer pro Song singt. Wer das nun ist, ist von Nummer zu Nummer unterschiedlich. Dies bring zuweilen etwas mehr Klarheit in die Stücke, durch die Backingvocals lassen sich zusätzlich noch schöne Akzente setzten. Zudem ist es jedem möglich, seine ganz eigene Note in einen Track einzubringen.

Eine kleine Überraschung biete das kurze „Serenity“ mit seinem verträumten Klang, welches fast ganz instrumental aus den Boxen tönt, nur unterbrochen von einer gedämpften Stimme, die einen Text vorträgt.

Fazit: The Reasoning haben sich mit „Dark Angel“ weiterentwickelt und zwar in eine positive Richtung. Der neue Stil passt zu der Band und wirkt authentisch. Zwar wünscht man sich, dass man hier manchmal mehr Mut zum Wagnis gehabt hätte, denn es haben sich leider ein paar Songs eingeschlichen, die qualitativ mit den guten nicht ganz Schritt halten können. Jedoch beweisen sie gleichzeitig, welches Potential sie haben. Das unterstreichen vor allem „Call Me God?“, „Breaking The 4th Wall“ oder „A Musing Dream“. Wenn The Reasoning in Zukunft öfter solche Stücke wie diese drei schreiben, dann dürfte dem Erfolg nicht mehr viel im Wege stehen. The Reasoning haben Charakter und den sollte sie voll ausschöpfen.

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