Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Quill: In Triumph

Bärenstark
Wertung: 9/10
Genre: Psychedelic Rock
Spielzeit: 51:44
Release: 07.04.2006
Label: Steamhammer/SPV

Spätestens seit "Hooray! It's A Deathtrip" sind die Schweden The Quill eine feste Institution in Sachen psychedelischem Rock, der sich an den großen Helden der 70er Jahre orientiert. Black Sabbath ist zugegebenermaßen der größte Haupteinfluss, an welchen man in vielen Passagen erinnert wird. Aber auch Bands wie die Spiritual Beggars, Monster Magnet oder die ein oder andere Stoner Rock-Combo kann als ungefähre Soundorientierung herhalten.

Aber aus allen Zutaten kochen The Quill bereits seit Anfang der 90er ihr eigenes Süppchen zusammen. Auch wer sich nicht gerade im Genre der kräuterbewanderten Duftstoffe herumtreibt, sollte eigentlich schon mal von The Quill gehört haben. Wieso? Dann schaut mal auf den ein oder anderen Tribute-Sampler von Black Sabbath oder Iron Maiden. Beim Hören dieser sind euch die Jungs sicherlich schon mal untergekommen, wetten? Wenn nicht, schaut mal genau auf die Tracklist.

Mit „In Triumph“ nehmen sie den roten Faden vom Vorgänger "Hooray! It's A Deathtrip" wieder auf, ohne sich selbst zu kopieren. Tonnenschwere Riffs a la Black Sabbath, Monster Magnet bilden die Grundlage für die charakteristische Stimme von Sänger Magnus.

Beachtlich ist in meinen Augen, dass The Quill nicht mit unnötigen Instrumental-Songs oder mit ellenlangen Instrumentalpassagen innerhalb der Songs langweilen. Leider keine Selbstverständlichkeit bei Bands dieser Sparte. Muss ich die oberamtliche Produktion erwähnen? Ich glaube kaum. Produzent Tommy Newton (UFO, Helloween, Victory) hat alles gegeben und in meinen Augen die Stärken der Band perfekt zusammengeschweißt.

Doch der größte Pluspunkt des Albums ist definitiv, dass es keine Komplettausfälle zu vermelden gibt. Sicherlich kann man bestimmten Songs den Stempel „geil“ und manchen „nur“ den Stempel „richtig gut“ aufdrücken. Doch unterm Strich macht das ein starkes Album. Da stehen in der linken Ringecke die straighten Rocker und in der rechten Ringecke die zähfließenden Walzen. Das Ergebnis heißt beim Aufeinanderprallen kurz „In Triumph“.

Und gleich beim Opener „Keep The Circle Whole” wird aus der linken Ecke vorgestürmt. Mit gemäßigtem Midtempo groovt sich der Song in die Lauschmuscheln und bleibt durch die herausragenden Gesangslinien sofort im Ohr hängen. Mit dem folgenden „Yeah“ haben The Quill auch gleich ein erstes Highlight auf die Platte gezaubert. Das Teil rockt wie Hölle und besticht durch eingängige Riffsalven und natürlich durch den smarten Gesang.

Zum Song „Broken Man“ hat die Plattenfirma ein Video spendiert, welches fanfreundlich auch gleich auf die CD als Bonus gepackt wurde. Der Song ist beileibe nicht schlecht, zählt für mich aber nicht zu den herausragenden Nummern. Ganz im Gegenteil zu „Man In Mind“ (hypnotisches Riffing) oder dem Über-Song „Trespass“. Der Bass pumpt sich in die Magengegend vor, die Gitarren treten dir gegen den Brustkorb und ins Ohr schraubt sich die megastarke Gesangsmelodie. Hitpotenzial, ohne Frage.

Ans Herz legen will ich euch an dieser Stelle noch „Black“, wo sich die Drums zäh nach vorne stampfen, ein geiles Riff das nächste jagt und sich das Hirn auf eine emotionale Berg- und Talfahrt begibt.

Ich könnte mir doch an dieser Stelle eine abschließende Meinung ersparen, oder? Diese kann eh nur die Summe aller lobenden Nettigkeiten dieses Reviews zusammenfassen. Also...ein bärenstarkes Album, das die Konkurrenz inkl. Spiritual Beggars und Monster Magnet hinter sich lässt. Da von Black Sabbath aus meiner Sicht kein Geniestreich mehr zu erwarten ist, wird „In Triumph“ in Zukunft die Messlatte des Genres sein. Ab in den Laden und kaufen, marsch marsch...

comments powered by Disqus

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna