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The Pythons: Never:Enough

Eine kleine Überraschung
Wertung: 7.5/10
Genre: Heavy Rock
Spielzeit: 45:12
Release: 26.01.2006
Label: Valery Records

Ebenso wie bei ihren Labelkollegen Fire Trails handelt es sich auch bei The Pythons um Italiener, die nichts mit dem typischen klischeebeladenen Power Metal zu tun haben. Vielleicht ist man dieser Musik im „Stiefelland“ ja auch mittlerweile überdrüssig, denn auch diese Band hat sich die Rockmusik auf die Fahne geschrieben. Wer mein Review zu Fire Trails’ “Third Moon“ gelesen hat, wird sich erinnern, dass das nicht automatisch etwas Positives sein muss. Mal sehen, ob The Pythons mich mehr begeistern können...

Als erstes achte ich immer auf die Produktion und die ist hier zumindest ganz gut gelungen, obwohl ich den Sound der Drums etwas blechern finde. Ein zweiter Punkt ist natürlich der Gesang, denn ein schlechter Sänger kann viel zerstören. Sänger Frank hat eine Stimme, die mich ein wenig an einen jugendlichen Bon Jovi erinnert, der auch mal etwas rotziger sein möchte. Auch der Rest der Band scheint einiges auf dem Kasten zu haben und ein Händchen für eingängige Melodien besitzen die Songwriter scheinbar auch. Die Rahmenbedingungen klingen also schon mal nicht schlecht.

Leider erwischt “[Never:Enough]“ keinen guten Start, da die ersten zwei Nummern nie über gute Ansätze herauskommen. Nach einem guten Beginn kommt einfach nichts mehr, was einen dazu bringen könnte, die Songs öfter anzuhören. Dafür gibt es bei “My Shelter“ mit der Textzeile “Your soul belongs to Jesus but your ass belongs to me“ einen Spruch, den ich schon wieder irgendwie cool finde.

“Shadows“ kann dann endlich Boden gut machen, weist die Halbballade doch einen starken 80er Einschlag (Whitesnake lässt grüßen) auf, ohne dabei angestaubt zu wirken. Noch viel besser gefällt mir aber “Inner Words“, welches in eine ähnliche Richtung geht. Das Wechselspiel zwischen Akustikpassagen und kernigem Rock ist hier sehr gelungen, was die Nummer zum bisher besten Song macht. Danach gibt es aber wieder einige „Filler“, die das Gesamtbild der Platte trüben, dabei aber auch nie so ins Mittelmaß abstürzen, wie es bei Fire Trails passiert ist.

Jene Band hat auch nicht so eine klasse Rocknummer zu bieten, wie The Pythons mit “Away“! Ein Gewehrschuss und ungewohnt tiefer Gesang bilden den Auftakt zu einem Song, den ich mir wunderbar zum Autofahren vorstellen kann. Schön flott, rockiger Gesang, gute „Hookline“ und kurze, knackige Soli – eben alles, was ein guter Rocksong braucht. Auch der Rausschmeißer “Just A Song“ zeugt von dem Talent der Band für Ohrwürmer. Hier geht man jedoch in eine völlig andere Richtung und zockt einen fast schon lässigen Akustiksong, der gesanglich mehr denn je an Bon Jovi erinnert. Das soll aber absolut nicht schlecht sein, denn für solche Songs scheint die Stimme von Sänger Frank wie geschaffen zu sein. Unbedingt mal anhören, wenn ihr die Gelegenheit habt.

Aufgrund der Tatsache, dass Fire Trails und The Pythons einen ähnlichen Stil spielen und ich ihre Promos zur selben Zeit bekommen habe, komme ich natürlich um Vergleiche nicht herum. Und ich denke, dieses Review hat klar gemacht, welche der beiden Bands ich vorziehe. The Pythons klingen kraftvoller und können Songs schreiben, die man nicht mehr so leicht aus dem Kopf kriegt. Leider schaffen sie dieses (noch) nicht über die Distanz eines gesamten Albums, aber “[Never:Enough]“ ist ja auch gerade mal ihr Debüt. Langweilig wird die Platte eigentlich nie, auch wenn viele Songs sich recht ähnlich anhören. Ein gewisser Standard bleibt aber stets gewahrt und ich hoffe, dass die Band ihre Stärken zur nächsten CD hin noch weiter ausbauen kann. Denn dann steht auch einer höheren Wertung nichts mehr im Wege. 7,5 Punkte für eine Band mit Potential!

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