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The Provenance: Red Flags

Rock, Prog und Gothic vereint
Wertung: 5.5/10
Genre: Progressive Gothic Rock
Spielzeit: 47:54
Release: 17.11.2006
Label: Peaceville

Das vierte Album der Band The Provenance hört auf den Namen „Red Flags“. Und wie sollte es anders sein: Die Band hat sich wie ja schon des öfteren kräftig weiterentwickelt. Metal findet man inzwischen eigentlich gar nichts mehr. Vielmehr handelt es sich hier nun um Rockmusik mit starkem progressivem und leichtem Gothic Einschlag. Als Vergleich fällt mir da nur eine etwas härtere Version der aktuellen The Gathering und mit Abstrichen Katatonia ein. Wobei … so ganz trifft es das auch nicht.

Los geht`s mit „At The Barricades”, das recht heftig losrockt, bevor Emma Hellströms klare Stimme für eine kurzfristige Beruhigung sorgt. Drummer Joel Lindell und Bassist Jonnie Täll sorgen für den rauen Soundteppich, der einen schönen Kontrast zu Emma`s teilweise zuckersüßer Stimme bildet. Beim „Crash Course“ geht es eigentlich nicht so schnell zur Sache wie man es bei dem Titel erwarten sollte. Hier kristallisiert sich durch die vielen Tempiwechsel der hohe Proganteil heraus.

„Thanks To You“ beginnt mit den Vocals von Tobias Martinsson, der neben Joakim Rosèn auch für die Gitarren zuständig ist. So ganz kann ich allerdings bis jetzt noch nicht mit dem Song warm werden. Er hat zwar immer wieder sehr schöne kurze Passagen, aber die eher durchschnittlichen überwiegen für meinen Geschmack. „Second And Last But Not Always“ hat einen eher balladesken Charakter. Aber irgendwie kann sich hier kein Song bei mir festsetzen.

“Revelling Masses” und “Leave-Talkings” beschreiten kompromisslos den gleichen Weg, aber leider auch die gleiche Qualitätsstufe. Aber bitte nicht falsch verstehen, was hier abgeliefert wird, ist handwerklich absolut in Ordnung, aber eben auch nicht sehr herausragend. Ich mag zwar progressive Sachen, aber hier finde ich nicht den Zugang, da zu wenig Überraschendes oder Überragendes in die Musik mit einfließt.

Leider finde ich auch in „The Cost“ noch kein Highlight, welches mir mehr Freude bereitet. “Deadend“ beginnt schön atmosphärisch mit Trommeln und leisen Gitarrenklängen. Emma`s Stimme schwebt seidenweich über das Soundgebilde und bringt mir endlich beim achten Song so etwas wie ein Highlight, zumindest zu Beginn. Leider versucht man in der Mitte des Songs, die harten Gitarren zu implementieren und zum frühen Ende hin wird es etwas zu unspektakulär mit dem kraftvolleren sonoren Gesang und den treibenden Gitarren. Leider wird die Atmosphäre, die am Anfang aufgebaut wurde, dann am Ende doch ziemlich gestört. Somit bleibt nicht so viel vom Highlight übrig.

„One Warning“ zieht leider ohne größere Berührungspunkte an mir vorbei und ich finde die teilweise sehr stark eingesetzten Keyboardeffekte sehr bescheiden. „Settle Soon“ vermag es auch nicht mehr, meine Wertung noch in die Höhe zu schrauben.

Fazit: Auch nach dem obligatorischen zehnten Durchlauf kommt bei mir nicht das Gefühl auf, ich müsste die Scheibe morgen unbedingt wieder hören. Einzelne Passagen (Beginn „Deadend“) versprühen wirklich Charme, aber insgesamt gibt es keinen Song, der mich wenigstens zu 90 % jubeln lässt. Sorry, auch wenn es handwerklich gut gemacht ist, die Songideen hauen mich nicht um.

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