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The Prophecy23: Untrue Like A Boss

Bärenstarker Genresprenger
Wertung: 9/10
Genre: Thrash Metal/ Death Metal/ Hardcore
Spielzeit: 41:41
Release: 26.09.2014
Label: Massacre Records

Überbändige Spielfreude, fetzige Thrashriffs ohne Ende, gute Laune aller Ortens und vor allem das fast schon traditionelle zwischen alle Stühle moshen, dafür standen bisher die Heilbronner The Prophecy23 – und das ändert sich auch nicht auf dem nun vorliegenden Scheibchen „Untrue Like A Boss“, wobei sie neben den ganzen Thrash- und Death-Ingredienzien auch noch so manchen Hardcore- bzw. Metalcore-Einfluss verbauen. Doch was auch immer das Quintett da auch heraushaut, eines lassen sich die thrashenden Querdenker nicht nehmen: Den Spaß an der Party selbst, Party-kompatibeln Songs und freche Anspielungen an die Borniertheit der True-Szene-Verfechter.

Das Konzept der zwei Shouter geht natürlich voll auf. Hannes, der für die Thrashparts zutändig ist, und Philipp, der die Growls herausbölkt, ergänzen sich auf dem Album gleichwertig und können so einigen Titel einfach noch ein bisschen mehr an Spannung vermitteln. Thrash-Puristen werden natürlich aufschreien ob der ganzen genresprengenden Einflüsse, und tatsächlich sollte man sich als KonsumentIn schon einen gehörige Portion „open minded“ aufbewahrt haben, da The Prophecy23 nicht nur titeltechnisch häufig jegliche Ernsthaftigkeit vermissen lassen, sondern auch bei der instrumentalen Umsetzung ganz nach dem Motto „es ist gut, was gefällt“ verfahren.

Gangshouts wie in der Ode an das eigene Maskottchen „Pit Laserbeam“ inklusive kurzem Beamsoundeinwand oder wie beim auch als Videoclip umgemünzten „Party Like It’s '84“ sind da genauso an der Tagesordnung wie der gaaaanz weite Blick über den Tellerrand bei „Fuck The Dub“, der natürlich titelgerecht mit reichlich Dub-Step-Elementen angereichert ist und spätestens hier so gar kein Fall mehr für Engstirnige herhalten kann. Als ganz großer Knaller entpuppt sich „Video Game Ain’t No Shame“, denn nicht nur die mit der Leadgitarre eingebrachte Tetrismelodie verleitet zum Kosakentanz, sondern auch das freche Ende, wo akustische Gitarren auf mehrstimmigen Gesang treffen, haben großen Unterhaltungswert.

Ein Spur mehr (Hard)Core bauen die Heilbronner ebenfalls ein. Da mutiert „Home Is Where You Shred“ mal locker zum Koalitionspartner mit Sick Of It All, die Tabla kommt kurzeitig im groovigen „Untrue To The Bone“ zum Einsatz und auch der Opener „The Greatest Wrestling Fan“ versprüht das Gute-Laune-Feeling auf allen Ebenen, kann nicht nur um den Pokal zum Titel des Jahres (wie vor allem auch „Pablo The Peacemaking Pizza“ oder „Tape Trading Like A Boss“) mitzittern, sondern lädt immer wieder zum fröhlichen Mitmoshen bei den Downbeats und Gangshouts ein. Mit „The Ballad Of SOD“ bringen sie eine acht Sekunden lange Spaßnummer, Pigscreams im Downbeat-Finale runden „Action Metal“ ab und auch die mit Stakkatoriffing aufgemotzte Funnummer „Bass Player“ (einfach herrlich, wie man den ganzen Musikerwitzen einfach noch eine weitere humorige Note beifügt) sind richtige Kracher vor dem Herrn.

"Stay true, stay metal, stay Prophecy23”, so kurz vor Schluss, da bleibt sich die Truppe zumindest erst einmal selbst true und pflanzt sich herrlich zwischen die Stühle der Härtnerszene. Sie erinnern vom gehobenen Spaßfaktor immer wieder an die Covergrindexperten Excrementory Grindfuckers, wobei musikalisch beleuchtet hier natürlich Welten zwischen liegen, doch mit Blick auf den Bonusrausschmeißer „Arriba Abajo“ kann man den Süddeutschen ein absolutes „untrues“ Album attestieren, welches jegliche Genregrenzen ausreizt und zu begeistern weiß.

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