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The Prophecy²³: Green Machine Laser Beam

Die Death-Thrash-Party geht weiter!
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 46:29
Release: 29.06.2012
Label: Massacre Records

The Prophecy²³ aus Heilbronn sind mittlerweile in der Kurpfalz gern gesehene Gäste. Mitunter trifft man auch mal Teile der Band auf kleinen Konzerten, besonders bestechen die Herren aber live durch eine gesunde Mischung aus Death und Thrash Metal mit ordentlich doofem Humor on top. Davon konnte sich die The-Pit.de-Redaktion selbst überzeugen, als vor fast genau zwei Jahren das Debüt-Label-Full-Length „…To The Pit“ via Massacre Records veröffentlicht wurde und direkt aus dem Stand auf 8,5 Zähler sprang.

Bislang kannte man die Truppe mit Death-Growler Tobi am Bass; bereits beim Phoenix Festival 2011, wo The Prophecy²³ zu nachtschlafender Zeit die Bühne enterten, wunderte man sich aber über lokale Prominenz auf der Bühne: New Born Hate-Brüllwürfel Phil hatte sich dazu gesellt, um die wenigen Anwesenden anzuspornen und kein halbes Jahr später wurde der Line-Up-Wechsel dann auch offiziell: Tobi ging, Phil und Bassist Mario Macaroni zogen ins Prophecy-Camp ein. Dass durch Phil deutlich mehr grindlastige Growls in den Sound einfließen würden, war abzusehen und tatsächlich strotzt die zweite Scheibe „Green Machine Laser Beam“ geradezu vor todesgrindigen Passagen.

Der Name der neuen Scheibe geht natürlich schon mal runter wie Öl, vorab ließ Sänger und Gitarrist Hannes schon mal privat ein paar Songfetzchen rüberwachsen, um der Schreiberin den Mund wässrig zu machen und wirklich – Titel wie „Ice Road Trucker Vs. The Sun“ oder „No Beer (What A Mess)“ legten die Latte schon mal recht hoch. Passend zur Festivalsaison erscheint der Zweitling Ende Juni – da kann man sich glatt vorstellen, dass auf sämtlichen Metal Open Airs die Autoanlagen aufgedreht werden und „Green Machine Laser Beam“ heraus dröhnt.

Ganze 16 Songs haben die Wahnsinnigen auf die Langrille gepresst, wovon es sich bei drei Stücken um Nachrichten-mäßige Zwischenparts und beim finalen „Guts Gore Reactor Core“ um eine knapp einminütige Livedarbietung handelt, die einem direkt die Tränen in die Augen treibt. Los geht’s aber erstmal mit dem Intro „Tough Cool And Here To Mosh“, was das Quintett natürlich perfekt beschreibt, und dem bereits erwähnten „Ice Road Trucker Vs. The Sun“, das schon allein durch die fiesen Gitarren groovt wie Sau, völlig abgesehen davon, dass Phils tiefe Growls und Hannes Thrash-Keifereien ziemlich perfekt zusammenpassen.

Der Titeltrack ist dann wie zu erwarten war ein klassischer Mitgröhler mit extrem massivem Refrain, der hauptsächlich durch Phils starke Growls zustande kommt. Live wird der Track wahrscheinlich einschlagen wie eine Bombe, zumal The Prophecy²³ immer recht text- und suffsichere Menschen um sich herum versammeln können.

Richtig majestätisch erhebt sich dann „Captain Quick And The Pirates“ mit powermetallischen Riffs über die restlichen Songs und wenn man meine Reviews kennt, wird man über den nächsten Satz stolpern: Der Track ist das unbestrittene Highlight der Platte! Ja, richtig gelesen, wahrscheinlich hätte kein Mensch geahnt, dass der gute Hannes auch richtig geil singen kann, aber er kann und zeigt das bei dem Song im Refrain zur Genüge – und zwar so hammermäßig, dass sich prompt eine dicke Gänsepelle einstellt. Nicht nur das Darth-Vader-mäßige Riffing kommt hier perfekt rüber, auch die Vocals schwächeln nicht eine Sekunde.

Im Vergleich zur ersten Platte haben sich die Jungs auf „Green Machine Laser Beam“ doch noch eine Spur steigern können. Mehr Druck, mehr Ohrwürmer, mehr Mitgrölgarantie und mit „Captain Quick And The Pirates“ sogar einen brandheißen Anwärter auf den ersten Platz zum Thema „Überraschungen 2012“ – so muss, kann und darf Death-Thrash mit Spaß in den Backen klingen!

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