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The Order: Metal Casino

Huldigen einfach wirklich geschickt die Helden ihrer Jugend
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 41:22
Release: 24.08.2007
Label: Dockyard1

Auch nicht ganz alltäglich, so ein gravierend-musikalisches „Back to the Roots“ durchzuziehen. Doch die vier Schweizer von The Order waren sich für diesen Schritt nicht zu schade und präsentieren auf ihrem zweiten Longplayer genau die Art von Musik, die sie schon als Teenager liebten: Nämlich bodenständigen und Party-tauglichen Rock ´n´ Roll!

Nach dem mit noch deutlichen Modern Metal - Anleihen versehenen Debüt “Son Of Armageddon“ (2006), vollzieht “Metal Casino“ einen starken Schnitt hin zu alten Hard Rock - Hörgewohnheiten der frisch gebackenen 80er Jahre Generation. Eine Zeit, in der innerhalb der Rock ´n´ Roll - Gemeinde Frisuren der Marke Vokuhila und Minipli noch Hochkonjunktur hatten. Aber auch eine Zeitrechnung, in der sich stilprägende Combos wie AC/DC, Twisted Sister und Judas Priest längst Kultstatus erspielt hatten und somit auch im sogenannten „Mainstream“ keine Unbekannten mehr waren.

Und genau hier kommen nun unsere lieben Schweizer Eidgenossen zum Zug: Zwar ist das allgemein-kollektive Auftreten des Quartetts deutlich zeitgenössischer ausgefallen (Gott sei Dank!); aber kompositorisch gehen sie auf “Metal Casino“ dennoch so gut wie keine Kompromisse ein. Zwar dienen - rein exemplarisch betrachtet - gerade die drei oben genannten Rock-Dinos als Referenzgeber für “Metal Casino“, doch beschränken sich The Order glücklicherweise nicht nur auf reine Plagiatsversuche.

Zwar lassen die Schweizer um Frontmann Gianni Pontillos auf ihrem neusten Werk die „alten und unbekümmerten Zeiten des Rock ´n´ Rolls“ wieder erfolgreich auferstehen, doch tun sie dies dabei immer mit einem deutlichen Augenzwinkern. Entsprechend selbstironisch wirken nicht nur so plakative Titel wie “Mama, I love Rock ´n´ Roll“ und “Satisfaction“ - sie sind gar genau so naiv und blauäugig aufzufassen wie viele andere (gleichgesinnte) Exponate ihrer Zeit!

Sicherlich klingt ein “Metal Casino“ im Jahre 2007 deutlich dynamischer und druckvoller als noch vor 25 Jahren. Aber prinzipiell hat es dennoch die aller gleiche Funktion wie damals, als es einigermaßen cool war, mit übertrieben aufgemotzten Proletenkarren durch die letzte Pampa zu düsen und dabei aus weit geöffneten Fensterscheiben lauthals irgendwelche Pseudo-Rebellen-Triaden mit zu grölen... Es geht hier einfach letztendlich „nur“ um den puren und unverfälschten Spaß am Leben. Egal ob jung oder alt - egal ob Klischee-bedingt oder authentisch vorgeprägt: “Metal Casino“ hat sich wirklich innerhalb seiner relativ kurzen Laufzeit von 41 Minuten zu einer beachtlichen Institution der klassischen Hard Rock - Ära gemausert, die einfach passt wie „Arsch auf Eimer“.

Fazit: Weder erfinden The Order mit “Metal Casino“ das Rad neu, noch beanspruchen sie irgendeinen pseudointellektuellen Charakter für sich. Die Schweizer huldigen einfach wirklich geschickt die Helden ihrer Jugend und können damit - Dank handwerklicher Routine - auf ganzer Linie überzeugen. Let´s rock!

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