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The New Madness: After Hours

Gelungener Brückenschlag der Genres
Wertung: 8/10
Genre: Rock
Spielzeit: 34:10
Release: 04.12.2020
Label: Crunchy Frog Recordings

Mit „After Hours“ stellt eine noch recht frische Formation, die zwar schon einige Outputs online schickte, über deren Mitglieder allerdings bisher nichts bekannt war, ihr Debütalbum bereit. Mittlerweile hat sich der in Berlin lebende Däne Bjarke Sørensen zu dem Projekt bekannt und damit stehen ihm und seiner international besetzten Band nun auch die Lorbeeren zu, die es zweifelsohne zu verteilen gibt.

Dabei steigen The New Madness mit „Lovesick“ noch gar nicht so überragend ein, eigentlich würde man hier noch mit dem Prädikat „nett“ aufwarten, selbst wenn das Stück durchaus einen guten Groove hat – so wirklich will einen der Auftakt noch nicht plätten. Aber schon das nachfolgende, basslastige „Night Watch“ entpuppt sich als mitreißende Rocknummer, die absolut Bock auf das Kommende macht. Und die nachfolgenden Titel haben tatsächlich so einiges zu bieten: Bemerkenswert vor allem, mit welch grandiosem Brückenschlag Blues, Garage- und Classic-Rock miteinander verwoben werden; die bemerkenswerte Stimme, die so oft in hohe Lagen gleitet, dient dabei bestens als markantes Merkmal, um dem Album ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Denn hat man anfangs noch das Gefühl, dass sich die Stücke klar in dieselbe Richtung schieben, muss man spätestens ab dem Mittelteil doch auch von einer abwechslungsreichen Scheibe sprechen, wenngleich allen Tracks ein gewisser Retro-Charme beiwohnt, der sich gar produktionstechnisch bemerkbar macht.

Als absoluten Außenseiter auf „After Hours“ kann man mit Sicherheit „Go My Own Way“ benennen, welches deutlich zurückhaltender und erdiger agiert, aber damit eben auch eine große Wärme auf die Scheibe bringt und sich natürlich unweigerlich auf die Liste der Anspieltipps schiebt. Dazu im Gegensatz steht der titelgebende Song, welcher mit seinem Sunshine-Feeling doch schlagartig die Hüften kreisen lässt und sich zweifelsfrei als Ohrwurm der Scheibe manifestiert.

Zu guter Letzt sei noch „Thru Hard Times“ ans Herz gelegt, welches mit druckvollen Riffs und dieser wahnsinnig anpeitschenden Stimme einen weiteren fetten Track auf die Scheibe zimmert und damit ein abschließendes positives Fazit ziehen lässt: Was The New Madness mit „After Hours“ abliefern, muss man mindestens als solide einstufen, wobei die Band mit einigen Titeln gar noch mehr als dies aufblitzen lässt. Mag sein, dass dies nicht die höchste Stufe an Innovation ist, trotzdem haben die Herrschaften mit ihrem Debüt ein Klassealbum hingelegt.

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