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The New Black: II Better In Black

The New Black beweisen, dass sie großartigen Heavy Rock beherrschen
Wertung: 9/10
Genre: Heavy Rock
Spielzeit: 44:20
Release: 21.01.2011
Label: AFM Records

Mit „II Better In Black“ melden sich die Heavy Rocker The New Black zurück. Nach zwei erfolgreichen Jahren, die turbulenter nicht hätten zugehen können, wurde es Zeit für einen weiteren Beweis, dass sie nicht als Eintagsfliege im Rock-Himmel landen. Nach einem Debütalbum wie „The New Black“, welches 2009 erfolgreich am Markt platziert wurde, sind die Erwartungen natürlich groß.

Um genau dort weiter zu machen, wo The New Black mit ihrem gleichnamigen Debütalbum aufgehört haben, haben sie auch „II Better In Black“ wieder in Eigenregie aufgenommen und produziert. Mit zwölf Songs wollen die fünf Musiker nun beweisen, dass weiterhin mit ihnen zu rechnen ist.

Das Album startet mit harten Riffs und einer harten und dennoch samtweichen Stimme des Sängers Fludids. Der erste Song ist gleichzeitig der Titelsong des zweiten Albums: „II Better in Black“. Er geht direkt ins Ohr, die Riffs verleiten geradewegs und ohne Umwege zum Tanzen. Schluss mit dem Herumstehen und Abwarten, der Kopf möchte bewegt werden. Nach nur drei Minuten geht es direkt über in den zweiten Song. „The King I Was“ startet hingegen viel ruhiger, Stille kehrt ein und bildet so den Counterpart zum Einstieg. Es ist ein schöner Song, der Geschichte erzählt und doch wilder wird, so dass auch hier gerockt werden darf bzw. muss.

Genau so geht es weiter, der dritte Song („Batteries And Rust“) lässt direkt den Wunsch aufkommen, diese Band live erleben zu dürfen. Dieser Song muss einfach live erlebt werden, er hat alles, was die Festivalbühne braucht und wirkt hier auf den Silberling gepresst noch zu zahm. Die Würzburger zeigen also tatsächlich schon direkt zu Beginn und innerhalb der ersten drei Songs, dass sie alles sind, aber sicher keine Rock-Eintagsfliege. Sie verstehen ihre Werkzeuge, wissen, wie sie Stimme und Gitarre so abmischen, dass der Funke überspringt. Dieser Funke hat auch bei „Downgrade“ einiges zu tun. Harte Riffs und ein ansprechender Text zeigen auf, dass hier nicht nur Party gemacht werden soll. The New Black nutzen auch das zweite Album, um sich mitzuteilen.

Leider wird auch hier der erste und einzige Schwachpunkt deutlich. The New Black zeigen wenig Abwechslung, die Songs klingen alle sehr ähnlich. Das liegt zum einen an der Stimme Fludids, die zwar sehr markant ist, aber wenig Facetten aufweist. Wett gemacht wird dies dann durch die harten Gitarren und beim erneuten Drehens des Lasers über den Silberling lässt sich auch mehr Tiefe vernehmen. Also in jedem Fall nicht nur reinhören, sondern hören und wieder hören.

Unbedingt anzuhören ist auch „Into Modesty“ und hier ist nicht der Partyfaktor an erster Stelle zu vernehmen. Dieser Song lädt zu einem Bier an der Bar ein und der Blick verliert sich schnell in der Tiefe und der Leere des Glases. The New Black können also auch ruhig und behaglich, eigentlich der perfekte Song, um sich zurück zu lehnen und einmal über das vergangene Jahr nachzudenken.

Das Album „II Better In Black“ lässt es eigentlich nicht zu, dass nur einzelne Songs besprochen werden und dann ist es doch der bessere Weg, denn hier an dieser Stelle kann es nur heißen: CD anhören und da weiter machen, wo 2009 mit „The New Black“ aufgehört wurde. Wünschenswert ist nun, das The New Black sehr schnell dieses Album live vorstellen, denn „II Better In Black“ ist zu schade, um es nur im Club oder zuhause zu hören.

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