Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Mystery: Apocalypse 666

Power Metal vom Feinsten
Wertung: 9/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 48:27
Release: 07.09.2012
Label: Pure Legend Records

Seit nunmehr 16 Jahren treiben The Mystery nun schon ihr Unwesen im deutschen Metalunderground. Diese ganze Zeit ist von vielen Besetzungswechseln durchzogen. Trotzdem bringt die Band nun mit „Apocalypse 666“ ihr fünftes Album auf den Markt. Ihren Musikstil bezeichnen die Musiker als Power Metal. Das ist soweit richtig, es schwingt aber auch eine gehörige Portion Hair Metal und Stadion Rock mit. Die Mucke ist pompös, immer mit guten Hooklines bepackt und kurzweilig.

Alleine das Intro zeigt schon, dass sich mit der Produktion viel Mühe gegeben wurde. In Manier von „The Number Of The Beast“ erklärt jemand, dass die Welt sich direkt vor der „Apocalypse 666“ befindet. Und genau an diesem Punkt setzt auch gleich der Opener und gleichzeitige Titelsong an. „Apocalypse 666“ ist ein fetziger Song, der nur selten Zeit zum Verschnaufen lässt. In bester Power-Metal-Manier hämmert die Doublebassdrum und die Gitarristen schruppen, was das Zeug hält.

Bei „Outlaw“ und „Blackened Ivory“ sieht die Sache kaum anders aus, auch wenn die beiden Nummern nicht ganz so schnell sind wie der Opener. Spätestens mit „Nailed To The Cross“ brechen The Mystery aber mit der bisherigen Schiene und erweitern ihr Spektrum. Das Lied setzt viel mehr auf Melodie und Struktur als alle vorangegangenen Nummern. Dadurch brennt sich das Stück förmlich ins Gehirn und möchte von dort am liebsten gar nicht mehr weg. Ein Ohrwurm allererster Klasse.

Eine Powerballade hat sich auch auf die Platte geschlichen. „In Heaven Or Hell“ ist in ganz klassischer Struktur gehalten. Die Textpassagen sind eher träge und sehnsüchtig, während für den Chorus die Verzerrer aufgerissen werden. Der Song erinnert schwer an die ausklingenden 80er Jahre. Die Ballade ist aber eine Ausnahme. Im Großen und Ganzen geht es auf „Apocalypse 666“ eher flott zu. Die Doublebassdrum und Powerchords sind ein fester Bestandteil in der Musik von The Mystery. Textlich erinnert das Konzept mal mehr, mal weniger an Stephen Kings „The Stand“, allerdings sind die Vergleiche so weitläufig, dass man „Apocalypse 666“ durchaus eine eigenständige Geschichte attestieren darf.

Eine Besonderheit gibt es noch über The Mystery zu berichten und es ist kein Zufall, dass das erst jetzt geschieht. Die Band hat keinen Sänger. Sie hat eine Sängerin. Jetzt werden sich viele fragen, was daran nun so besonders ist. Als Antwort muss leider genügen: Anhören, dann wird alles klar. Frontröhre Iris hat sich so intensiv in den Power Metal eingesungen, dass man sich oft echt schwer tut, sie nicht für einen Mann zu halten. Sie macht ihren Job jedenfalls gnadenlos gut, genauso wie die restlichen Bandmitglieder.

Es gibt keinen Grund mit Gewalt nach irgendwelchen Kritikpunkten zu suchen. Die Platte ist nicht innovativ, aber geil. Die Songs lassen sich schön hören, die Musik ist gut und der Sound passt. Genial.

comments powered by Disqus

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging