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The Morphean: Divine

Österreich ist das neue Schweden
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 23:17
Release: 12.03.2008
Label: Eigenproduktion

Die Jungs stammen ebenso wie beispielsweise die großartigen In Slumber, Thirdmoon und auch The Sorrow aus unserem Nachbarland Österreich. Nachdem die Jungs ihr musikalisches Schaffen im Jahre 2004 unter dem damaligen Bandnamen Bellerophon in die Wege geleitet hatten, spilten sie zunächst ´ne Menge Gigs und tauften dann nach der ersten Demoscheibe „Undying Tragedy“ die Band in The Morphean um.

Es steht zwar Melodic Death Metal auf dem Banner, welches die Band ( Bernhard Biermayr – Vocals, Christoph Giera – Gitarre, Markus Großwindhager – Gitarre, Georg Karl – Bass und Markus Bögl – Drums ) mit sich trägt, aber es wäre mittlerweile echt nicht verkehrt, mal die Gedanken an Schweden von Bord zu werfen und über eine eigene Genrebezeichnung nachzudenken, nämlich die des Austrian Melodic Death Metal. Denn wie auch schon bei den von mir höchst verehrten In Slumber bekommt man auch hier bei The Morphean neben der genialen Härte auch absolut fesselnde Leadmelodien um die Lauscher geballert, die eine gewisse Sympathie der Band zu Wolfgang und seinen Jungs nicht von der Hand weisen lassen.

Schon „Bloodied Passion” zeugt von hohem Können in Sachen Songwriting, denn einerseits wird sehr schön das Tempo variiert und die Melodylines klingen, ich sag das jetzt einfach mal so, einfach geil. Das, was Christoph und Markus da aus ihren Saiteinstrumenten herausholen, verdient wirklich Hochachtung. Schon zu Beginn der EP ein Song, den ich fortan abgöttisch lieben werde.

„Divine“ ist überwiegend im Midtempo gehalten, dennoch aber keineswegs weniger gut. Hier gibt es absolut mitreißende Melodien, ein Gitarrensolo, das echt seinesgleichen sucht und man kann sagen, dass das Gesamtkonzept einfach passt und besser nicht sein könnte. Der Song gefällt einem jeden Melodic Death Metal-Fan vom ersten bis zum allerletzten Ton.

Das tempomäßig sehr variable „Harvest“ hätte ich mir, bevor ich The Morphean kennengelernt habe, so auch ohne weiteres von In Slumber vorstellen können, will heißen: Teuflisch genial. In den Midtempoparts wird hier wieder die eine nach der anderen Melodie vom Leder gezogen. Die Gitarrenarbeit sticht auch wieder besonders erwähnenswert hervor: Ich liebe das hier einfach nur, anders kann ich es nicht beschreiben.

Das Eingangsriff von „Scathing Sorrows” lässt mich stets an „Vengeance Is Mine“ von den Finnen Sentenced (RIP) denken, fragt mich nicht, warum. Doch dann erhebt Bernhard wieder sein Growling und alles ist gut. Für diese Leads liebe ich euch, Jungs. Hier zeigen die Jungs desweiteren auch wieder sehr eindrucksvoll ihr gutes Händchen für Tempowechsel. Ein überaus geniales Teil.

Was? „Perishing Martyr“ ist schon der letzte Song? Schade…Der Eingangsgrowl ist schonmal recht eindrucksvoll. Hier gefällt mir Markus Drumming sehr gut. Die Gitarren verbreiten hier eine gedrückte Atmosphäre. Sehr schön also, wie die Jungs es schaffen, eine gewisse Stimmung zu erzeugen.

Besondere Hochachtung verdient neben dem musikalischen auch die Produktion dieser EP, denn ich musste zweimal nachschauen, um bestätigt zu wissen, dass es sich hier um ein Demo handelt. Gemixt und gemastert haben das Schmuckstück Martin Zeller und Soundspur Records. Als Ergebnis haben wir jetzt eine EP, die absolute Profiqualität aufweisen kann.

Fazit: Welch eine Vorstellung! Schweden bekommt mittlerweile ziemlich ernst zu nehmende Konkurrenz, und das erstens mit Volldampf und auch zweitens auch recht vehement, denn Österreich rückt mit so hochklassigen Bands wie u.a. The Morphean immer mehr in den Fokus eines jeden Melodic Death Metal-Fans und lässt Bands wie die mittlerweile recht schwachen In Flames wirklich alt und farblos erscheinen. „Divine“ ist eine absolut empfehlenswerte EP, die man übrigens für lediglich 5 Euro über themorphean@gmx.at bei der Band ordern kann.

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