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The Monolith Deathcult: Trivmvirate

„Triumvirate“ ist ein wirklich beachtliches Album geworden
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 59:44
Release: 29.02.2008
Label: twilight

Die Holländer von The Monolith Deathcult haben sic him Jahre 2002 gegründet mit dem Ziel brachialen Death Metal zu zelebrieren. Zeitgleich muss man sich auch auf die Fahne geschrieben haben zu polarisieren und provozieren, denn mit ihrem letzten Album „The White Crematorium“ schaffte man es nicht nur bei einigen Magazinen sondern erst recht bei vielen linken Gruppierungen anzuecken, da darauf einige zweideutige Bemerkungen enthalten waren, woraufhin die Band mehrfach deutlich machen musste, dass sie weder Faschisten noch Rassisten sind.

Bei dem aktuellen Album „Triumvirate“ kann wieder so etwas Ähnliches passieren, da im Song Kindertodeslied nicht nur Zitate bzw. Samples aus dem Film „Der Untergang“ verwendet wurden, sondern auch das Stück aus der Sicht eines jugendlichen deutschen Soldaten. Allerdings soll dadurch eher die blinde Gehorsam angeprangert werden und dass durch diese Verblendung viele Kinder ihr Leben lassen mussten, obwohl der Krieg schon längst verloren war. Hierzu steht unter dem Songtext auch eine ausführliche Stellungnahme, die dies noch mal sehr verdeutlicht, um gleich im Vorhinein irgendwelche Fehldeutungen zu vermeiden.

Davon einmal abgesehen haben The Monolith Deathcult auch einiges auf musikalischer Ebene zu bieten, da man hier relativ sehr eigenständigen Death Metal bietet, der zwar hin und wieder an Bands wie Nile oder Immolation erinnert, aber vor allem durch die Industrial Einflüsse einen sehr sterilen und kalten Charakter erhält.

Aber auch Elemente wie der mediale Gesang zu Beginn von „Wrath of the Ba’ath“ oder auch die stellenweise simplen, aber dennoch effektiven Riffs verfehlen dabei nicht ihre Wirkung, ebenso wenig wie die orientalischen Elemente in „M.M.F.D.“ oder die orchestralen Elemente wie Bläser oder düstere Streicherparts, welche eine abartig bedrohliche Atmosphäre versprühen. Bestes Beispiel ist in diesem Fall der Song „Master Of The Bryansk Forest“, der hier schon beinahe an den „Hellraiser“ Soundtrack herankommt. „I spew thee out of my Mouth“ erinnert hingegen sogar ein wenig an Cradle of Filth, da der Gesang ebenfalls sehr vielseitig ausgefallen ist, ohne dabei aber die Extreme des britischen Originals zu erreichen. Brauchen The Monolith Deathcult aber auch nicht, denn bietet man auch so schon genug Vielseitigkeit. Auch hier soll das stück „Demigod“ nicht unerwähnt bleiben, denn hier sticht vor allem der beschwörende Schlussteil besonders hervor.

Den Abschluss bildet mit fast 13 Minuten Spielzeit der Song „Den ensomme Nordens Dronning“, bei dem noch mal ein musikalisches Resümee gezogen wird. Hier treffen sakrale Chöre, klarer Gesang und derbe Growls auf einander, kollidieren doomige Riffs auf Hyperblasts, vermischen sich Gefrickel und Groove und fusionieren Industrial Elemente mit mächtigen Orchester Parts. Das erstaunliche dabei ist, dass der Song dabei nicht an Spannung verliert. Das einzige was man hier allenfalls verlieren kann ist die Übersicht, da an Komplexität nicht gespart wurde, aber es hat wohl hier wirklich keiner erwartet, dass The Monolith Deathcult in 13 Minuten lediglich 2, 3 Riffs unterbringen, oder? Allerdings klingen die Gitarrensoli hier nicht nach dem Gelben vom Ei, da hätte man sich wirklich etwas mehr Mühe geben können. Doch dafür ist der Schluss hier erneut einfach nur übergenial ausgefallen! Doom Riffs, treffen hier auf melancholischen Frauengesang mit morbiden Klavierparts und düsteren Streichern. Weltklasse – davon bitte künftig mehr!

Ansonsten ist „Triumvirate“ ein wirklich beachtliches Album geworden, das hoffentlich nur aufgrund seiner Qualität und nicht wegen dem Song „Kindertodeslied“ Beachtung bekommen wird. Allerdings ist dem Hörer zu empfehlen, das Album nicht nach den ersten 2, 3 Durchgängen verzweifelt in die Ecke zu pfeffern, denn es braucht doch ein bisschen mehr um dieses Album lieb zu gewinnen.

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