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The Lamp Of Thoth: Cauldron Of Witchery

Die neue Hoffnung im Old-School-Doom-Bereich...
Wertung: 8/10
Genre: Occult Doom Metal
Spielzeit: 24:41
Release: 04.04.2008
Label: Eyes Like Snow

Okay, diese Band ist definitv retro. Benannt nach einer esoterischen Vereinigung, die sich für ihre okkulten Aktivitäten die Moore von Yorkshire aussuchte, atmen sie praktisch zu jeder Sekunde Black Sabbath und andere alte Doom-Helden wie Pentagram oder Saint Vitus. Die schnörkeligen, melodischen Gitarren-Leads, die die Rhythmusfraktion verschönern, erinnern ein ums andere Mal an Tony Iommi.

Das Trio, das mit den Pseudonymen „Lady Pentagram“ am Schlagzeug, „Randy Reaper“ an der Gitarre und „The Overtly Melancholic Lord Strange“ an Bass und Gesang mit „Cauldron Witchery“ seine erste EP vorlegt, nachdem man zuvor bereits ein Demo mit dem Titel „I Love The Lamp“ veröffentlichte, schert sich nun wirklich nicht um Trends, sondern lässt ziemlich deutlich durchblicken, wer seine Lieblingsbands sind.

Solche Combos braucht man in einer Zeit, wo jeder Trend, sprich Metalcore und Konsorten, ausgeschlachtet wird, unbedingt; auch wenn es sicherlich Querulanten gibt, die sagen werden, The Lamp Of Thoth bieten uns nichts, was man nicht schon mal gehört hat. Mag sein, aber was soll man großartig Neues erwarten, wenn eine Band sich so eindeutig auf traditionelle Wurzeln bezieht? – Hier sind schlicht Musiker am Werk, die das machen, worauf sie Bock haben und dabei haben sie auch noch ziemlich starke Songs geschrieben.

Der selbstbetitelte Opener und das folgende „Sunshine“ (welches sich sehr düster dahinschleppt und nicht im Entferntesten nach Sonnenschein klingt) sind einfach gut gemachter Doom der alten Schule und das Cirith-Ungol-Stück „Frost And Fire“ ziemlich cool umfunktioniert.

Gerade das melodische Riffing beim Opener muss jeden Gitarren-Fan mit der Zunge schnalzen lassen und der superbe Chorus will überhaupt nicht mehr aus den Gehörgängen verschwinden. Ganz großes Kino!

Die live aufgenommenen „Blood On Satan’s Claw“ und das streckenweise an „War Pigs“ erinnernde „Into The Lair Of The Gorgon“ sind von der Sound-Qualität nicht gerade berauschend, aber immerhin untermauern die Engländer ihre emsige Livepräsenz, denn laut Plattenfirma teilten sie die Bühne bereits mit so illustren Namen wie Reverend Bizarre, Candlemass, Warning und Pagan Altar. Außerdem wurden die Tracks in einem Pub aufgenommen und die Tatsache, dass man das Publikum permanent quatschen hört, wirkt in diesem Zusammenhang sehr sympathisch.

Und die beiden performten Songs selbst zeugen von von einer gehörigen Portion schwarzem Humor der Band; da wäre die ständig boshaft wiederholte Zeile "hey you, you motherfucking whore" bei "Blood On Satan's Claw" und dann "you go in there to prove you're cool, but now you're stone - so who's the fool?" bei "Into The Lair of The Gorgon" - herrlich...

Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich zunächst die Stimme des „melancholischen Lords“. Nach den ersten Durchläufen fand ich sie noch arg dünn und wenig durchschlagskräftig - zumal der Mann auch ziemlich hoch singt - doch mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und finde das Organ des Lords sogar recht passend zur Atmosphäre vorliegender EP.

Auf jeden Fall ist The Lamp Of Thoth, deren Musik von der Plattenfirma als „Occult Doom Metal“ bezeichnet wird, auf einem mehr als guten Weg; die Produktion ist zumal für eine erste EP gut ausgefallen, klingt sehr warm und selbstverständlich ebenfalls äußerst Seventies-lastig. Auch das Artwork ist sehr stilvoll und dem Genre entsprechend, man darf also gespannt sein, was die erste Full-length-LP „Omens, Portents And Dooms“, für die man gerade die Vorbereitungen zur Aufnahme trifft, bieten wird.

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