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The Intersphere: Interspheres><Atmospheres

Gewohnt hohe Qualität
Wertung: 8/10
Genre: Alternative Rock, Indie Rock, Progressive Rock
Spielzeit: 67:34
Release: 29.10.2012
Label: Long Branch Records/SPV

The Intersphere aus Mannheim haben sich im Hinterstübchen der Schreiberin nicht nur wegen des gemeinsamen Wohnortes festgebacken, sondern auch ihr Album „Hold On, Liberty!“, das Anfang des Jahres in die The-Pit.de-Redaktion flatterte, erweckte einiges Aufsehen. Den nahezu perfekten Soundtrack für eine durchzechte Nacht in der Stadt der Quadrate bot die Platte und mit knapp einer Dreiviertelstunde Laufzeit auch ungefähr die Zeit, die man von der geliebten Stammkneipe im Jungbusch braucht, um sich zu einer Bahnhaltestelle vorzuarbeiten, wenn man schon ordentlich getankt hat. Man konnte beim Hören der Scheibe richtiggehend sehen, wie die Sonne aufgeht und die alkoholbelasteten Sehnerven blendet – Wahnsinn.

Nun steht mit „Interspheres><Atmospheres“ ein neues Album zum Rezensieren an. Hier geht man wesentlich experimenteller zu Werke als noch auf dem ohnehin schon nicht sehr festgefahrenen "Hold On, Liberty!"– Alternative- und Indie-Elemente werden wieder mit progressiven Versatzteilen vermischt, diesmal kommt aber auch eine sich glücklicherweise in Grenzen haltende Portion Electro hinzu, wie beispielsweise beim Bonustrack „Prodigy Composers (Toenit RMX)“. Unter selbigem Bonustrack verbergen sich übrigens auch zwei hübsche Akustikversionen der älteren Tracks „Masquerade“ und „Capitall“ – Akustiktracks sind ja immer eine schöne Idee und glücklicherweise mangelt es hier auch nicht an der Umsetzung.

Nachdem „Right Through Me“ eher als atmosphärisches Fast-Instrumental das Album eingeleitet hat, legen The Intersphere mit „Prodigy Composers“ dann auch endlich richtig los – schon die Drums im Intro verheißen ordentlich Dynamik, die Gitarren stehen dem Ganzen natürlich in nichts nach und Sänger und Gitarrist Christoph bietet von warmem, etwas rauchigem Gesang bis hin zum höheren und leicht verzerrten Refrain wieder alles, was man bei dieser Band so kennt und liebt.

Spätestens bei „In Satellites“ weiß ich dann auch, an wen mich die Truppe erinnert – an eine softere Version der Bayern Emil Bulls nämlich. Damit wäre dieses Rätsel auch gelöst – besagter Track schlängelt sich ruhig vorwärts; fast ein bisschen zu ruhig, aber da sorgt das folgende „I Have A Place For You On Google Earth“, bei dem das Intro tatsächlich ein bisschen nach Muse klingt, schnell für Abhilfe. Hier wird zwar auch nur subtil im Refrain das Tempo angezogen, aber man muss ja nicht immer voll auf die Zwölf dreschen, um einen gewissen Aggressionspegel zu erzeugen.

Der Titeltrack bietet dann ein wahres Highlight – und das, obwohl Christoph hier zumindest zu Beginn stark an (und das darf er mir bitte nicht übel nehmen!) Bryan Adams erinnert. Den Gedanken vergraben wir schnell im allerhintersten Hirnfetzchen und genießen lieber den weitflächigen, klaren Refrain, der einem Alternative-Fan im wahrsten Sinne des Wortes das Herz aufgehen lässt – man hat direkt so ein kleines, stechendes Gefühl in der Brust, wie das bei Songs immer so ist, die einen berühren. Sehr fein gemacht!

Ganz schön ist auch der direkte Vergleich von „Ghostwriter“ in der normalen Version ziemlich zum Anfang des Albums und der Akustikvariante gegen Ende. Nicht nur, dass das akustische Stück zehn Sekunden länger ist als das Original, es verbreitet auch einen ungleich romantischeren, fast schon deprimierenden Touch.

„Capitall“, das auf dem "Liberty"-Album schon vorhanden war, kommt hier ebenfalls noch mit Akustikgitarre zum Einsatz. Dynamisch, ein bisschen kurios und mit ordentlich Flamenco-Flair schwappt der Track aus den Boxen und das versteckte Lachen ganz am Ende macht den Abschluss noch mal umso sympathischer.

Die letzte hier besprochene Scheibe „Hold On, Liberty!“ ist der aktuellen zwar um eine Winzigkeit voraus, dabei geht es aber wirklich nur um Kleinigkeiten wie beispielsweise der völlig überflüssige Electro-Auswurf „Prodigy Composers (Toenit RMX)“. Solche Spielereien sind aber zum Glück auf „Interspheres ><Atmospheres“ sehr in der Minderheit – im Wesentlichen gibt es die gewohnt hohe Qualität zu bestaunen.

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