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The High Hats: Too Much Is Never Enough

Durchwegs solider Punk-Pop
Wertung: 7.5/10
Genre: Punk-Pop
Spielzeit: 39:0
Release: 18.04.2008
Label: Alleycat Records

Leicht, locker und unbeschwert - so präsentieren sich die schwedischen High Hats mit ihrem Debüt „Too much is never enough“, mit welchem sie uns auch in unseren Gefilden den Sommer versüßen wollen. Doch braucht die Welt tatsächlich eine weitere skandinavische Lärm-Kapelle? Die Antwort lautet, zumindest in diesem Fall, „JA!“.

Denn obwohl sich der Frühling bei uns noch nicht so richtig zu Wort gemeldet hat und sich stattdessen hinter Regenschauern und Temperaturen unter der Zehn-Grad-Grenze versteckt hält, schafft es das Punk-Pop Quartett aus dem hohen Norden durchwegs, sich für die Einläutung des Frühlings zu qualifizieren.

Frisch-fröhliche Drei-Akkord Hymnen und herrlich eingängige Melodien, das ist es, was die High Hats ausmacht. Sicher, dies findet man auch in den Charts zuhauf (Arctic Monkeys, The Wombats und Konsorten lassen grüßen), und Fakt ist wohl auch, dass die skandinavischen Rotzrocker auch in hiesigen Breitengraden das Potenzial hätten, den Musikmarkt ein wenig aufzumischen, aber vor allem eine Sache lässt die High Hats angesichts der Konkurrenz an Identität und Widererkennungswert gewinnen: die naiv-fröhliche Beach Boys Attitüde, welche das gesamte Album durchzieht.

Und auch wenn die Gesangsstimme von Frontsau Magnus noch ein wenig dünn klingt, so ist diese doch hell und klar und fügt sich wunderbar ins Klangbild ein.

Wie gesagt, nur am Stimmvolumen sollte noch ein wenig gearbeitet werden. Insgesamt jedoch grundsolide Arbeit. Inhaltlich drehen sich die Songs meistens um den übermäßigen Konsum von bewusstseinserweiternden Substanzen (um es mal nett auszuformulieren). Songwriting-technisch erwarten uns also keinerlei Innovationen. Im Einklang mit den punkig-angehauchten Gitarrenriffs und solidem, schnörkellosen Drumming kommt dabei ein fröhlich-explosives Gemisch heraus, welches durchaus überzeugen kann. Vierzehn Songs in insgesamt 39 Minuten brettern die jungen Schweden herunter; 39 Minuten, die einfach wahnsinnig viel Spaß machen.

Und obwohl sich keine besonders herausstechenden Songs darunter befinden, so haben es mir doch vor allem Songs wie „Go Ahead“ und „Bitterswede“ angetan. Und trotz der oben genannten Titel und der fröhlichen Machart dieser Songs blieb mir diese latente Melancholie, die leise nach außen hin durchklingt, nicht verborgen. Trotzdem, oder gerade deshalb, haben diese Lieder einen Charme, dem ich mich nicht entziehen kann, und das, obwohl die Lieder zeitgleich einen solch poppigen und überzogenen Charakter haben, dass mir normalerweise das Würgen käme.

Fazit: Klar, die Songs haben wenig bis gar keinen Tiefgang, sind stellenweise unerträglich seicht, schaffen es aber immer wieder, mich zum Mitwippen zu bewegen. Dennoch macht diese Scheibe fast alles richtig, was eine Indie-Scheibe richtig machen kann. Energisch, explosiv, eingängig und mit einem ganz eigenen Sound, hat mich diese Scheibe, völlig unerwartet, durchwegs überzeugt, was mich letztlich zu einer Wertung von 7,5 Punkten verleiten lässt.

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