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The Hand Of Glory: Break The Illusion

Ein Tipp für alle Death-Metal- und Hardcore-Fans
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal, Hardcore
Spielzeit: 31:46
Release: 07.01.2011
Label: Eigenproduktion

The Hand Of Glory sind eine Band, die mittlerweise zu den „Must see Livebands“ der Schreiberin dieser Zeilen gehört. Nicht nur, dass die Mischung aus Melodic Death Metal und Hardcore immer schön brachial gehalten wird, ohne stumpf ins Unterholz zu ballern, die deutsch-amerikanische Combo präsentiert sich außerdem immer sympathisch und in bester Spiellaune. Kein Wunder also, dass die Begeisterung groß war, als Gitarrist Flüm mir die aktuelle Full Length „Break The Illusion“ in die Hand drückte – so kommt man also zu seinen Gratis-CDs.

Selbiger Herr ist auf der vorliegenden Scheibe noch nicht dabei, seinen Part übernimmt der inzwischen ex-Gitarrist und clean Sänger Chris – ein kleiner Wechsel im Line-Up, der die Gruppendynamik keineswegs geschmälert hat. Neun Tracks finden sich auf „Break The Illusion“, einer heftiger als der andere, und von Todesmetall über Hardcore bis hin zu einzelnen verstreuten Black Metal-Anteilen kann man hier die unterschiedlichsten Einflüsse heraushören, die THOG zu einem explosiven Gemisch zusammen brauen – wer die Jungs einmal in Hochform auf der Bühne gesehen hat, weiß, wovon hier die Rede ist.Dass hier alles so schön gleichmäßig zündet, ist übrigens keinem Geringeren als Sky van Hoff zu verdanken, der auch schon für nicht gerade unbekannte Combos wie Caliban oder The Sorrow den passenden Sound fand.

Eines muss man hier schmerzlich erfahren: Man kann nicht gleichzeitig headbangen und tippen. Zumindest nicht so, dass grammatikalisch korrekte Sätze herauskommen. Also, geschwind die Matte geschüttelt und dann wieder dem Text zugewandt. „Built For Death“ macht den Anfang und leitet eine Platte so ein, wie sie eingeleitet werden sollte: mit düsteren Gitarren und Schreien. Sänger John wütet alleine, unterstützt von Doublebass und der leicht schwarzmetallischen Gitarrenspur, die dem Track ein sehr finsteres Gewand gibt. Ein feiner Einstand und qualitativ ähnlich hochwertig geht es weiter: „Fractures“ kommt mit einer fast fröhlich-beschwingten Gitarrenspur daher, die umso verstörender wirkt, da hier wieder John zerstörerisches Organ zu Tage tritt.

„Red Tides“ startet zwar wie der typische THOG-Track mit rasanten Gitarren und wuchtigen Drums, kann aber im Verlauf vor allem mit der Kombination aus Johns Geschrei und Chris’ Gesang überzeugen. Gerade durch den sphärisch hinterlegten klaren Gesang und Chris’ angenehme Stimme sticht der Track aus den übrigen hervor und weiß sich als Anspieltipp im Hirn festzusetzen. Mit „We Are The Walking Dead“ bollert dann ein Song durch die Boxen, der es live schon zu einem absoluten Garant für Circle Pits gebracht hat, und der immer wieder für ordentlich Bewegung sorgt. Kein Wunder, hat er doch die typische galoppierende Dynamik, bei der man einfach nicht anders kann, als sich mit seinem Nebenmann zu prügeln – abgesehen davon bietet der Song wahrscheinlich die beste Gesangsleistung auf der gesamten Platte. Wer nicht so aufs Moshen und Auf-die-Fresse-hauen steht, kann aber auch zu dem großartigen Gitarrenriff um sein Leben headbangen – und das ist genau das, was die gesamte Platte ausmacht: Für jeden ist was dabei. „To The Night“ bildet den perfekten Rausschmeißer für die Scheibe – deftige Shouts, geniales Riffing und passende cleane Vocals, denen genug Platz zum Entfalten eingeräumt wird, katapultieren den Song mit auf die Liste der Anspieltipps.

The Hand Of Glory mögen noch ein relativer Geheimtipp sein, das sollte – nein, das muss sich aber möglichst gestern ändern. Nicht nur, dass die Jungs live eine Wucht sind, sie schaffen es auch irgendwie, diese Spielfreude auf Platte zu bannen und klingen damit trotzdem frisch und neu, obwohl sie keine offensichtlichen krassen Experimente wagen. Die Mischung aus oftmals düsteren Gitarrenspuren, dem tighten Drumming und der brachialen Stimmgewalt dürfte niemanden auf dem Sitz halten, der Spaß an Death Metal und Hardcore hat.

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