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The Green River Burial: Delight 7“

Neuausrichtung, aber noch immer Metalcore
Wertung: 7,5/10
Genre: Metalcore/ Death Metal
Spielzeit: 8:11
Release: 01.08.2015
Label: Bastardized Recordings

Die Zeichen der Zeit stehen bei den Frankfurtern The Green River Burial eindeutig auf Veränderung, was dann nicht nur durch die beiden Wechsel im Personal ausgedrückt wird. Mit Drummer Efrem sowie Neufrontröhre Gerald, der ja erst im Mai als neuer Sänger vorgestellt wurde, haben sich gleich zwei Posten im Bandgefüge geändert, was dann auch musikalisch in eine andere Richtung schippert, baut doch die Metalcore-Band ein wenig mehr Death-Metal-affines Feeling ein.

In Interviews haben die Jungs allerdings schon im Vorfeld bereitwillig zugegeben, dass die Neuausrichtung zwar schon viel weiter vorher angepeilt war und auch dann den Wechsel an der Personalfront förderte, doch unterm Strich dürften die hier beiden vorgestellten neuen Songs alte Fans nicht wirklich verprellen. Die 7“ „Delight“ gilt eh somit als Vorausschau für einen neuen Longplayer, der nun auch für 2016 anvisiert werden dürfte.

„Armilus“ startet sehr ruhig, fast zu ruhig, denn wer die Anlage nicht schon etwas aufgedreht hat, schaut erst locker einmal nach, ob denn auch alle Einstellungen korrekt sind, wird dann aber so langsam vom Ambient-Sound eingesogen, bevor die Gitarren und vor allem der Bass mit reichlich Breakdown-Energie auf die Magengegend zielen. Sehr sphärische Keyboards, die einen verstörenden Klangteppich hinlegen, darüber dann die tiefen Growls oder auch das Aggro-Gekeife von Gerald und auch die eine oder andere Djent-Sequenz runden das mehr Core- als Death-Konglomerat ab, so schnell das Fazit zu dem modernen, mit Effekten angereicherten Sound.

Auf der Flipside langen sie dann mit „Dajjal“ zu und verlassen nur bedingt den Metalcore-Pfad, beweisen aber ganz gut, wie man mit Klargesang fernab von Emo-Geseier deutlich mehr Atmosphäre kreiert. Natürlich wummern auch hier einige Breakdowns tief in die Eingeweide, auch hier sorgen ein paar Djent- Reminiszenzen dafür, dass man die Frankfurter nur schwer musikalisch einsortieren kann und ganz groß sind die vier eben immer dann, wenn im sehr ausgereiften Refrain die Gitarren ein flirrendes Gegenstück anbieten.

Für die Fans wird es tröstlich sein, dass endlich mit „Delight“ ein neues Lebenszeichen der Hessen The Green River Burial vorliegt, auch wenn es nur zwei Songs mit etwas mehr als acht Minuten Gesamtspielzeit sind. Etwas mehr die Nase vorn hat dann auch die Flipside mit „Dajjal“, weil hier einfach mehr abwechslungsreiche Dichtatmosphäre aufzeigt, dass Metalcore nicht einfach nur stumpf oder Emo-Geschwurbel sein muss.

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