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The Get Up Kids: Problems

Weniger knackig als "Kicker"
Wertung: 7/10
Genre: Emo, Poppunk
Spielzeit: 38:46
Release: 10.05.2019
Label: Big Scary Monsters

Sieben Jahre hatten die Fans der Emo-Helden The Get Up Kids nichts mehr von ihrer Truppe gehört, da schneite letztes Jahr die „Kicker“-EP ins Haus, ein neues Album sowie Touren wurden angekündigt und direkt wähnten sich alle wieder im siebten Poppunk-Emo-Himmel. Leere Versprechen macht die Truppe um Sänger Matt Pryor jedenfalls nicht, denn bereits seit einigen Wochen steht das erste Full-Length-Album seit acht langen Jahren in den Regalen und suggeriert mit dem Titel „Problems“, dass die Musiker zwar durchaus älter, aber nicht unbedingt weiser geworden sind und auch heute noch, trotz oder gerade wegen Kind und Kegel, mit ganz alltäglichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Erfreulicherweise wurde keiner der EP-Songs für die Scheibe wieder verwurstet; ein Unding, das ja immer mal wieder vorkommt und schlichtweg ärgerlich ist für die Menschen, die Geld für ein Album ausgeben. Dafür überraschen The Get Up Kids mit Experimenten wie dem beinah electro-poppigen „Waking Up Alone“, oder dem starken, melancholisch anmutenden „Common Ground“, das zumindest zu Beginn gar Assoziationen zu Placebo weckt.

Songs wie dieser zeigen dann auch: Am besten funktionieren The Get Up Kids, wenn sie sich nicht hundertprozentig in der Poppunk-Spur aufhalten, sondern auch mal ein bisschen ausscheren: Rauer Gesang bei „The Advocate“, die lärmigen Drums im Intro zu „Fairweather Friends“ – die Herrschaften fabrizieren immer noch gerne ein bisschen Krach hier und dort und machen dabei auch weiterhin eine gute Figur.

Natürlich finden sich zwischen all dem auch Längen, die beispielsweise gleich beim Einstieg mit dem eher etwas kitschigen „Satellite“ deutlich werden, und auch Tracks wie das etwas fußlahme und gar nicht mal so leise „Symphony Of Silence“ kann da nicht vollkommen überzeugen, obwohl der minimal verzerrte Gesang gerade in der zweiten Strophe ganz gut punkten kann; im Refrain bedient man sich dann leider eher wieder 08/15-Melodien. Ein Klavierstück darf hier natürlich nicht fehlen: Von Kitsch soweit möglich befreit, könnte man das finale „Your Ghost Is Goney“ eigentlich guten Gewissens auf die Liste der Anspieltipps setzen, wenn nicht deutlich herauszuhören wäre, dass Fronter Matt gar kein so wahnsinnig begnadeter Sänger ist. Dennoch: Ein mutiger und insgesamt ganz gelungener Track.

Die „Kicker“-EP kam im direkten Vergleich zwar deutlich knackiger daher als die zwölf Stücke auf „Problems“, Fans dürften sich aber hier trotzdem über ein Wiedersehen mit ihren alten Helden freuen. Ein leicht schales Gefühl bleibt aber, denn bis auf die drei absoluten Anspieltipps kann „Problems“ kaum Highlights bieten, stattdessen bewegt man sich im soliden Mittelmaß. Für eine solch große Band eigentlich zu wenig.

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