Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Get Up Kids: Kicker

Midlife-Crisis? Fehlanzeige!
Wertung: 8/10
Genre: Emo, Poppunk, Indie Rock
Spielzeit: 13:00
Release: 01.06.2018
Label: Big Scary Monsters

The Get Up Kids – ein Name, der Erinnerungen weckt bei all den ehemaligen Emofans und Pop-Punk-Kids, hat die Band doch bereits 1995 begonnen, sich ihren Status als Genrehelden aufzubauen. Seit sieben Jahren haben die Herrschaften keine Veröffentlichung mehr gewagt, jetzt steht mit „Kicker“ zumindest mal wieder eine EP in den Regalen. Ganz so jung und knackig wie damals sind die Musiker nun nicht mehr, alle sind bereits um die 40, haben Familie oder Firmen gegründet, Gitarrist und Sänger Jim Suptic hat sogar seinen Geologieabschluss nachgeholt. Dennoch: Müde sind die Fünf noch längst nicht.

Klar waren die Amis zu „Something To Write Home About“-Zeiten noch eine ganze Spur lauter unterwegs, aber immerhin ist die Platte auch von beinah zwanzig Jahre alt – also nichts, was man als Mittvierziger unbedingt wiederholen muss, es sei denn, man befindet sich in einer dicken Midlife-Crisis. Die kann man Matt Pryor und Co. nun aber wirklich nicht unterstellen: Zwar klingt die EP rein produktionstechnisch etwas dumpfer als noch die früheren Scheiben, und ja, die Band klingt insgesamt deutlich „erwachsener“, aber der Spirit bleibt derselbe: Spaß haben und den Hörer das auch spüren lassen.

Deswegen weiß man auch gar nicht so recht, welche der vier Songs man auf die Liste der Anspieltipps setzen sollte. Das einleitende „Maybe“, mit seinen noisig-schrägen Gitarren wurde ja bereits vorab ausgekoppelt und zum Hören bereitgestellt, und sobald der Gesang einsetzt fühlt man sich tatsächlich ein bisschen in die Endneunziger/Anfangszweitausender zurück versetzt. Der Track hätte so auch gut auf einem Soundtrack für einen US-Film wie „American Pie“ landen können und wäre mit seinen überschwänglichen Melodien dort kein bisschen fehl am Platz gewesen.

Fast schon Indie-like kommt „Better This Way“ daher, der Gesang hat einen Hauch Hall abbekommen und ist ein bisschen in den Hintergrund gerückt, der Song wirkt fast ein bisschen rotzig. „I‘m Sorry“ ist dann schon wieder ein recht typischer US-Punksong, der zwar ein etwas schräger Intro beinhaltet, dafür aber mit einem ohrwurmig-schönen Refrain aufwarten kann und damit auf jeden Fall ein Highlight der Scheiblette darstellt. Insgesamt kann man aber sowieso nicht meckern: Zählt man noch das finale, fast ein bisschen düstere „My Own Reflection“ dazu, liegen dem geneigten Hörer hier vier sehr gute Stücke irgendwo zwischen Emo, US-Poppunk und Indie Rock vor, die auch nach dem zehnten Durchlauf noch nicht ihren Charme verloren haben. The Get Up Kids haben mit dem Wagnis einer neuen Veröffentlichung definitiv eine gute Entscheidung getroffen – die Jungs aus Kansas City zeigen sich gereifter, sortierter, aber nicht weniger leidenschaftlich als noch vor sieben Jahren.

comments powered by Disqus

Sag zum Abschied mal so richtig laut Servus

Vor Freunden spielen ist doch auch ganz nett...

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei

„Deutsch“ ist in und Schumi irgendwie mit dabei