Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Fryology Theatre: Sounds Of Fryland

Die Kartoffeln retten die Welt mit Rock
Wertung: 8/10
Genre: Knoll´N´Roll
Spielzeit: 36:44
Release: 01.12.2014
Label: Eigenproduktion

The Fryology Theatre ist eine Kartoffeltruppe. Ja richtig gelesen, die Kartoffel ist gewissermaßen ihr Lebensinhalt. Klingt erst einmal seltsam, aber meistens ist es ja genau das was den Charme einer Band ausmacht. Sie bezeichnen ihr Spiel als Knoll´N´Roll; nein das bedeutet nicht, dass sie auf Kartoffeln spielen. In ihren Songs geht es immer in irgendeiner Form um die Knolle. Zusammen mit ihrem Midtempo Spiel und dem kratzigen Klargesang formt sich so der Knoll´N´roll.

Wir starten mit schnellen Gitarren, die sich vom Schlagzeug sogar noch zusätzlich antreiben lassen. Spätestens im Refrain kommt dann natürlich das Wort Potato zum Zug. Das Lied erzählt quasi die Geschichte der Kartoffel und dass sie die Welt retten kann. Seinen Charme bekommt es durch seinen eingängigen Refrain. Dieser beruht auf einem Zwiegesang und die einfache aber einprägsame Melodie brennt sich direkt in den Gehörgang.

Mit Song Nummer drei haben sie ein sehr gutes Beispiel für ihre Art der Gesellschaftskritik geschaffen. Es dreht sich um die Träume der modernen Jugend und wie sie in der Realität enden. Der Titel trifft es sehr gut - „The Best Fry Young“, denn am Ende landen viele, die große Träume hatten, in der Fritteuse. Das Lied wird wieder durch den rauchigen Gesang geprägt. Dazu gesellen sich ein schnelles Gitarrenspiel, welches vom farbigen Bass unterstützt wird.

Sehr kraftvoll geht es im Lied „Born To Be Fry“ zu. Eine Riffwand, wie man sie aus dem Metal kennt, empfängt den Zuhörer. Und diese Power nehmen sie mit in den Song, zumindest in die erste Hälfte. Sie setzten immer wieder aus, um dem Gesang Raum zu bieten, nur um dann wieder voll einzuschlagen. Zur Mitte hin wird das Tempo etwas langsamer und das Spiel facettenreicher. Zum Ende hin kommt dann noch einmal die Gitarre voll zur Geltung. Sie bringt den Job dann auch zu Ende.

Die Kartoffel als Hauptinhalt seines künstlerischen Schaffens zu wählen, ist ungewöhnlich und auch etwas verrückt. Aber irgendwie haben sie es geschafft dieses Thema gut aufzunehmen. Die Texte sind zweifelsohne das wichtigste Element der CD, man muss sich aber etwas Zeit nehmen um die tiefer liegende Botschaft zu verstehen. Ihnen gelingt es immer, unter Einbeziehung der Kartoffel, ihre Form der Gesellschaftskritik zu kreieren. Die Instrumente sind alle gut eingespielt und drücken kräftig ins Ohr. Der Gesang kann aber leider nicht immer mithalten. Man spürt das der Sänger sich große Mühe gibt aber leider ist es oftmals etwas eintönig. Was jetzt mitnichten heißen soll, dass er schlecht wäre, nur könnte er noch etwas mehr Tiefe vertragen. Gerade wenn man bedenkt, dass sich der Sound zum größten Teil im Rock bedient. Wozu die rauchige Stimme eigentlich auch perfekt passt.

Die Band hat sehr tolle Ideen und setzt diese auch meist gut um. Leider gelingt ihnen das aber nicht immer. Oder anders formuliert: sie schaffen es nicht das Niveau durchweg zu halten. Insgesamt ist die CD aber sehr gut gelungen. Die eingängigen Melodien und vor allem die witzigen Texte über Potatos machen großen Spaß. Man hat nicht selten das Verlangen den Refrain mitzusingen. Alle die auf rockigen Punk stehen und/oder einfach mal ein wenig lachen/schmunzeln wollen, sollten unbedingt mal reinhören.

Abschließend bleibt nur zu sagen: "Möge die Kartoffel mit euch sein!".

comments powered by Disqus

Mozart und Mysteriöse Initialen

Sauerland endlich wieder metalisiert

Erfolgreicher Retro-Dienstagabend im Lükaz

Schallende Ohrfeige für den Underground-Support

Den Metal mit der Muttermilch aufgenommen

Erste Headlinershow in der Landeshauptstadt

Klein, aber fein - mit guter Stimmung, guten Bands und guten Leuten